Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
STINKE
1. verbreite einen guten oder übeln geruch. daʒ opher stanch suoʒe Genes. fundgr. 27,41. vil suoʒe in an stanch daʒ geruste das. 39,1. — foeteo, putere Diefenb. gl. 123. 228. in harwigen waʒʒern diu stinchent unde diu truobe sint arzneib. D. 54. 95. vil harte begunde daʒ waʒʒer stinken Diemer 38,8. si legent dich under di erde. dâ mûstu in der kûlen stinken unde vûlen glaube 2526. ouch ist reht daʒ der mist stinke swâ der ist Iw. 16. mîn âten stanc Walth. 29,2. hieʒ in werfen in des waʒʒers grunt als einen stinkenden hunt leseb. 996, 31. ir âtem als ein hunt dâ stanc frauend. 336,11. diu helle stinchet wirs denne der vûle hunt Karaj. 31,8. her stanc sô ubele daʒ ime nîman mochte genêhen myst. 40,26. sô stinkest du rehte nâch den tôten Bert. 178,21. her stanc sêre von ûʒsetzikeit Ludw. 87,10. von des trachen funken sîne nagel im stunken (weil sie von dem feuer verbrannten) Herb. 1120. — daʒ waʒʒer iuch ane stinche, swaʒ ir welt trinchen Genes. fundgr. 99,45. der arge stinkt die werlt an sam daʒ nie guoten smac gewan warn. 2843. vgl. 2831. Barl. 80,22. 434,26.
2. nehme vermittelst des geruchssinnes wahr. daʒ wir gehôren, sehen unte rûren, stinchen unte smechen Diemer 356,9. Karaj. 31,2. zwei locher an der nase daʒ er stinchen muge Genes. fundgr. 13,39.