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steipel

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Steipel

Bd. 8, Sp. 614
Steipel -aib- Rhfrk in Kreuzn, Simm; -ib- Siegld; dann OBerg -īp- in Gummb-Schwarzenbergisch, nfrk. Wippf; -ip- Waldbr-Schladern, Wippf-Dohrgaul Lindlar u. NBerg, Ruhr, n. Ruhr; dann noch lrhn. -īp- Mörs-Friemersh Neuk, Geld; sonst -ip- Mörs; -īp- in besonderer Bed. Heinsb, Aach-Warden Wurmgeb., Jül, Eup-Stdt; Pl. -ələ, –əln; im Klevld -əlts, Demin. -əlχə(n), –əlšən, –əlkə, -əltjə m.: 1. Steipe 1, wie Karrenst.; ene St. onder den Tak (Ast) setten; en de St.əls van de Desch setten Holtwörm usf. RA.: Ik häbt Pin, as hätt ek en St. im Krütz Ruhr, Allg. Wenn de Sonn op St.əls steiht, gif et Regen Mörs, Allg. — Im bes. Schere mit einem geraden Halm, der von der Mitte des Auges ausgeht Sol; -ibəl ein Pfosten aus Schmiedeeisen, der in den grossen Hammerwerken neben dem Amboss stand, auf den St. schlug der niedergehende Hammer mit einem seitlich daran angebrachten Vorsprung (Oar) auf, so lange die Lubbə nicht auf dem Amboss lag; mitten aus der Bodenoberfläche des St. ragte ein kugelförmiger Vorsprung nach unten heraus; damit stand er in einer angepassten halbkugelförmigen Höhlung der Schaboddə (des eisernen Unterbaus) des Hammerwerks wie in einer Gelenkpfanne; oben am St. war auf der dem Hammer abgewandten Seite ein hölzerner Stiel angebracht; dran zog ihn der den St. bedienende Arbeiter der Schdibbələr, aus dem Schlagbereich des Hammers heraus in Schrägstellung, sobald die Lubbə auf den Amboss gebracht war. Wurde die Lubbə weggezogen, so stellte der Schdibbələr sofort den St. wieder aufrecht, damit der Hammer nicht den Amboss zerschmetterte Siegld; -īp- Stempel im Bergwerksstollen Jül, Aach, im Wurmgeb.; Übergang über den Zaun an Weiden Eup; -aib- Stumpf von abgemähtem Ginster Siegld-Hickengrund (Holzhsn); ein eiserner St. unter dem Hinterofen mit einem Haken, um die Pfanne daran zu hängen Gummb. — 2. übertr. a. sachl. α. Fussspitze Siegld. — β. -īpəlts Pl. verächtl. dürre Beine Geld. — γ. verächtl. abgenutzter Schuh, Stiefel Lennep. — δ. Gebildweck in Mannform mit zwei Köpfen; Steipert Heinsb, Erk-Körrenz. — b. persönl. α. eine Stütze in der Gemeinde; der es en St. Barm. — β. verächtl. steifer, unbeholfener, unhöflicher, wenig gefälliger, dummer, roher Mensch, auch en stiwen St.; en langer (groter) St. hochaufgeschossener, ungelenker M.; en fule St. ein M., der überall herumsteht, ohne dabei einen bestimmten Zweck zu verfolgen; ein eigensinniger M., der auf seiner Meinung beharrt; de geiht wie en aule St. ein alter, steifer Mann; en Burenst. Bauerntölpel Berg, n. einschl. Ruhr, Mörs-Neuk, Jül. — γ. verächtl. Kirkenst. einer, der jeden Gottesdienst besucht, sich um die Angelegenheiten der Kirche müht Gummb-Berghsn, []Barm, MülhRuhr. — δ. verächtl. Nachbars Hahn Waldbr-Schladern.
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steipelig

RhWB

steipelig -īp-, –ip- Berg; -ip- Sieg-Hennef , Aach-Stdt Adj.: 1. nach allen Seiten Ecken u. Spitzen zeigend. — 2. stützbedürftig, steif, ung…