steinbeiszer,
m. 11)
name mehrerer vögel, nebenformen -beisz Diefenbach 402
c; -bicker (
s. dieses wort); -picker (
s. dieses wort) Faber
thes. (1655) 227
b; Brehm
3 6, 32. a)
ossifraga, ein gattung der adleren, villeicht ein steinbrüchel oder st. Frisius 935
b; J. Maaler 386
a;
ossifragus steinbrüchel, -brechen, -beisz, -beisser Diefenbach 402
c; Stieler
stammb. (1691) 126;
gemeint ist offenbar der see- oder meeradler haliaetus albicilla, falco ossifragus Brehm
2 4, 653;
nach 17.
jh. nicht mehr belegt. b)
cinclus st.
voc. rei num. e 6
b; Faber
thes. (1587) 175
b; Steinbach (1734) 1, 114;
heute steindreher, -wälzer
genannt, cinclus interpres Brehm
3 6, 78. c)
saxicola oenanthe, steinschmätzer angenehme landlust (1720) 302. d)
totanus hypoleucus, fluszuferläufer Brehm
3 6, 32. e)
coccothraustes vulgaris, kernbeiszer Stieler
stammb. 126; Nemnich 568; Brehm
3 4, 275; Suolahti
vog. 135.
die heute herrschende bedeutung. erklärung des namens zu b: dann sy den zu teutsch einen st. und steinbicker nennend: drumb dass er an wassergstaden mit seinem schnabel in die stein bickt, wenn er mugken und fliegen fahet Heuszlin
Gesners vogelb. 257
a.
zu e: dickschnäbler, welcher ... den namen st. daher erhalten hat, weil er mit seinem dicken schnabel sehr geschickt die kirschsteine öffnen kann, um sich den kern darin herauszuholen Krünitz 172, 224. 22)
name zweier fische a)
gobius fluviatilis, fluszgrundel: gubea, gubeus steinbiza, grundling Diefenbach 270
c; Albinus
meysnische chron. (1580) 630;
petites lamproyes, sind dünne ... fischlein, ... welche ... sich im mertz oder april in bächen an die kieselsteine anlegen und gleichsam an selben saugen Amaranthes (1710) 1897. b) (
viel häufiger)
cobitis taenia, aculeata st.,
art der schmerlen oder bartgrundeln: st., veitsschmäd Corvinus (1646) 207; ein kleines schlankes fischchen mit vier bärten, die ihm vom maule herabhangen; mit dem maule klebt es an steinen im wasser fest an, als wenn es davon saugen wollte Popowitsch
versuch (1780) 559; Oken
allg. natg. 6, 285; eine handschriftliche aufzeichnung von eszbaren fischen aus dem 15. jh. ... bringt ... den
saxatilis, steinbisz, also den st. oder die dorngrundel Wimmer
gesch. d. dtsch. bod. 389.
häufigste nebenform steinbeisz,
pl. st.
und steinbeiszen,
herrschend (
im unterschiede zu 1)
im 16./17.
jh. und heute noch lebendig: (
als köder seien geeignet die) gelben stainpeiszen
Tegernseer hs. v. ende d. 15.
jhs. bei W. Koch
altbayr. fischereihss. 8;
saxatilis stainpeiz, stainbeisz Diefenbach 514
b;
gemma gemm. (1508) z 1
va; Paracelsus
opera 1, 336
c Hus.; Sebiz
feldb. 463; v. Hohberg
georg. cur. (1682) 2, 490; Brehm
3 8, 292;
ferner -beiszel (
Chiemsee) v. Siebold
süszwasserf. 407; -beiszker
Noel Chomel 8, 1609; -biszker, -pietzker Frischbier 2, 367
b; -bicker
voc. rei num. e 6
b; -biss, -bisse Diefenbach 514
b; -bitzger Krünitz 172, 225; -bisser Martin-Lienhart 2, 101; -peissker Döbel
jägerpract. 4, 86.
das fleisch der schmerle (2
b)
wird geschätzt: die steinbeisz helt man auch sehr wehrt, damit ein guten gast verehrt Alberus
fab. 84
ndr. das gegenteil gilt von 2
a: st. ... haben ... stacheln und seynd derowegen nicht sonderlich zur speisz ästimirt v. Hohberg
georg. cur. (1715) 3, 305
b.
erklärung des namens: grundeln, die man st. nennet, dann sie haben zwey zähnlein, damit sie in die steine beiszen
fischbüchlein 66.