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steim

mhd. bis nhd. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
6

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

steim m.

Bd. 18, Sp. 1965
steim, m. mhd. stîm und (wahrscheinlich in anderer ablautsstufe) steim, mnd. stîm(e), nnd. stîm bzw. stüm, n.-norw. stim (n. auch stime), schwed. stim. aus urgerm. *stîma- zur wurzel *stei- 'dicht gedrängt'. vgl. Fick 41, 144; Falk-Torp 1167; Schade 872, wo weitere parallelen der idg. sprachen genannt sind. andere, wohl abzulehnende versuche, das wort etymologisch zu bestimmen, hat Rödiger zusammengetragen (nd. korrespondenzbl. 16, 14). nur mundartlich ist das zugehörige verbum stîmen (Frischbier 2, 372a; Hupel 228). dem sinne nach bezeichnet st. ursprünglich ein gewirre, getümmel, und zwar bes. des kampfes. so mhd., wenn nicht bereits staimbortchludun des Hildebrandsliedes dieses st. enthält (vgl. z. b. Kögel gesch. d. dtsch. litt. 1, 1, 226): nû wart nâch des strîtes steim brûdir Ludewîc von Baldinsheim meistir ubir Prûzinland Nicolaus v. Jeroschin 12837. ähnl. im schachbuche des pfarrers vom Hechte zsfda 17, 234. auf das durcheinander historischer stoffmassen übertragen: Nicolaus v. Jeroschin 292 Pfeiffer. in der späteren sprache tritt die bedeutung 'schneegestöber' einseitig hervor, und das wort beschränkt sich im allg. auf die küstenlandschaften der Ostsee. vgl. zum mecklenburg. nd. korrespondenzbl. 15, 75, preusz. Frischbier 2, 371b, livländ.-esthländ. Hupel 228 (dort auch in der form steim). vermischung mit dem im deutschen nur mundartlich vorkommenden steim 'qualm' (vgl. z. b. Schambach 211a; Frischbier 2, 371b) scheint 'stieme staub, feiner rauch, gestöber' im thür. zu zeigen. vgl. den einschlägigen articel bei Hertel 235. —
1597 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    STEIM

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    STEIM s. ich STÎME .

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    steimm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    steim , m. mhd. stîm und ( wahrscheinlich in anderer ablautsstufe ) steim, mnd. stîm(e), nnd. stîm bzw. stüm, dän.-norw.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steim

9 Bildungen · 9 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

steim‑ als Erstglied (9 von 9)

Steïmber

LothWB

steim·ber

Steïmber [štéïmbər, Pl. –ə Bi. ] m. Stümper; einer, der in seinem Fach nichts leistet. — ElsWB els. 2, 597 Stemper.

steimbort

KöblerAhd

steim·bort

steimbort , st. N. (a) nhd. Schild, Kampfschild, bemalter Schild ne. shield (N.) Q.: Hi (1. Hälfte 8. Jh.?, 8. Jh.) E.: Vorderglied aus dem …

steimbrucghe

KöblerMnd

steimbrucghe , F. Vw.: s. stēnbrügge

steimel

DWB

steimel , n. s. steinmal.

Steimereⁿ

Idiotikon

Steimereⁿ Band 11, Spalte 931 Steimereⁿ 11,931

Steimerteⁿ

Idiotikon

Steimerteⁿ Band 11, Spalte 932 Steimerteⁿ 11,932

Steimeteⁿ

Idiotikon

Steimeteⁿ Band 11, Spalte 933 Steimeteⁿ 11,933

steimwetter

DWB

steim·wetter

-wetter , n. : 'stîmwetter, stiemendes wetter, schneetreiben ' Frischbier 2, 372 b .