Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Staket n.
Staket n.
Staket n. ‘Lattenzaun, Lattenwerk’. Der aus dem Festungsbau hervorgegangene Ausdruck verbreitet sich seit dem 15. Jh. vom Niederrhein aus; niederrhein. (clev.) staeckette, staecket ‘Palisaden-, Pfahlverschanzung’, westmd. stekat, stekate (Anfang 16. Jh.), mnd. stacket(te), stackit(te), steckette, steckitte (16. Jh.) sowie mnl. staket ‘Pfahl, Palisade’, nl. staket sind entlehnt aus afrz. estakete, estachete ‘(als Zielscheibe benutzter) Palisadenpfahl’, einer Ableitung von afrz. estache ‘Pfahl’. Dies stammt wohl aus dem Germ., vielleicht aus got. *stakka ‘Pfahl’ oder einem entsprechenden, in Nordgallien aufgenommenen anfrk. Wort (mit affektiver Konsonantenverdoppelung?), die etymologisch zu dem unter Stake (s. d.) behandelten Substantiv gehören (vgl. FEW 17, 203 f.). Das im Dt. anfänglich feminine Genus geht seit dem 16. Jh. (vielleicht unter Einfluß von Gitter?) zum neutralen Genus über. Doch findet sich Stakete f. im Sinne von ‘Zaunlatte’ seit dem 18. Jh. Aus der ‘kriegerischen Verschanzung aus dicken Pfählen’ entwickelt sich seit dem 17. Jh. die allgemeine Bedeutung ‘Zaun’.