Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Stäuber
Stäuber
1stöbern Vb. ‘wirbelnd umherfliegen’ (18. Jh.), stobern (16. Jh.), Iterativbildung zu nd. stowen, stöben ‘als Staub umherwirbeln’ (entsprechend nhd. stauben, s. Staub). Häufig vom Schneetreiben es stöbert (18. Jh.). Dazu 1Gestöber n. ‘das Durcheinanderwirbeln von niedergehendem Schnee, das Aufwirbeln’ (18. Jh.), ‘aufwirbelnde Staubmasse’ (15. Jh.). – 2stöbern Vb. ‘aufwirbelnd, kramend herumsuchen, suchend aufscheuchen’ (16. Jh.), ursprünglich ein Jagdwort, abgeleitet von Stöber m. ‘Jagdhund zum Suchen und Aufscheuchen’ (17. Jh.), auch Stäuber (17. Jh.), Steuber (16. Jh.), mhd. stöuber, mnd. stȫver ‘kleiner Jagdhund zum Aufspüren und Aufscheuchen kleineren Wildes, Spürhund’, Nomen agentis zu mnd. stȫven, mhd. stouben, stöuben ‘aufscheuchen, aufspüren, (ver)jagen’, Kausativum zu stieben (s. stäuben, Staub). 2Gestöber n. ‘Aufscheuchung, Aufruhr, Auflauf’, mhd. gestubere, gestobere.