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Stachen

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RhWB
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5 in 3 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Stachen

Bd. 8, Sp. 486
Stachen das Wort nd. stake (ndl. staak, mndl., mnd. stāke, ags. staca), eine ablautende Bildung zu stechen, ist n. Benr.-L. Nfrk Allg., u. zwar lrhn. n. Benr.-L. u. rrhn. n. einschl. Dinsl -āk, Pl. -kə [Klevld auch -kəs] m.; rrhn. südl. davon an der Ruhr -ākə Sg. u. Pl. m.; -ākən Sg. u. Pl. m. NBerg u. nfrk. Wippf, Gummb-Schwarzenbergisch [Düss-Serm Stdt -āk]; im Anschluss an das OBerg noch -ākən (südl. Benr.-L.) Waldbr-BladersbDickhsn u. lrhn. -āk Erk-Körrenz (südl. Benr.-L.); das rrhn. rip. Geb. südl. der Benr.-L. hat -āxən Sg. u. Pl. m. in rip. Sol u. uWupp u. ganz vereinzelt Sieg-Ruppichteroth; das OBerg in Gummb-Homburgisch, Waldbr (s. o. seltsamerweise -ākən) -axən Sg. u. Pl. u. etwas davon getrennt Siegl -axə Sg. u. Pl.; in besonderer Bed. (s. u.) noch -āx, Pl. -χə m. LRip vereinzelt in Eusk-Zülp u. Malm-Weywertz u. MülhRh-BGladb; dann kehrt das Wort als nfrk, Relikt ganz im Süden im WMosfrk als -āx, Pl. -xən f. wieder an der Saar von Saarl an [-āk Trier-Heidenbg] [urkdl. van holth te voere van staken dair von te maken Duisb 1417; zwene boeken stachen und eynen eychen stachen Sol-Leichl 1457; es soll auch niemand seine zäun mit aufgespitzten stachen machen Sieg-Mülld 1581 (1710): 1. lange Stange zu besonderen Zwecken (Stang daneben im allg. Sinne), häufig ene lange St., als Bohnenstange, Buəhnenst., Hopfenst. SNfrk, Klevld, Saar [Sitzstange der Hühner Heinsb-Porselen, Düss-Hubbelr, Sieg-Ruppichteroth; senkrechtes Spaltholz im Lehmgefach Kemp-Breyell]; dünner, kurzer, aufrechtstehender Pfahl, auch wohl längerer Pf., bes. Tunst. Zaunpfahl Berg, Siegld; Weinbergspfahl, Wingertsst. Saar; Ruderstange Rheinschiff Mos. RA.: Stiff (steif) wie ene St. Klevld, SNfrk. Me mott neit wiər sprenge, wie de St. reckt (reicht) Kref. A kromme Stake geft et de beste Bonne SNfrk, Klevld. Hülen (heulen) un lachen stont op enem St. sind nahe beieinander Gummb-Berghsn. En der Milen (Heinsb-Myhl), do stonnt de Hüser op Staken, dat se de Hong (Hunde) üəver Hop (Hauf) wakeln! Neckspr. — 2. übertr. a. Pl. verächtl. α. Beine; de kann sin eige Staken niet opbüren Mörs, Klevld, SNfrk. RA.: Doə stoəhn se te hake möt de leng Stake da stehen sie u. schauen u. wissen sich nicht zu helfen Kemp-Breyell. — β. Finger ebd. — b. Wetzsteinbehälter Malm-Weywertz. — c. persönl. verächtl. α. ene lange St. magerer, hochaufgeschossener Mensch Klevld, SNfrk, Barm, OBerg. — β. kleiner Kerl Eusk-Zülp.
2431 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    stachentr. v.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    stachen [štáən, gəštát D. Si. ] tr. v. die Reben od. Bohnen mit Stützen versehen. — lux. 418 ebenso; mhd. stocken, stö…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stachen

13 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von stachen

staen + -chen

stachen leitet sich vom Lemma staen ab mit Suffix -chen, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

stachen‑ als Erstglied (13 von 13)

Stach(en)älse

RhWB

Stach(en)-älse -āk-, –axę·l.zə Eup ; -ārəlzə Aach-Stdt f.: Stechpalme, ilex (s. Wk. III 27, Ilex).

Stach(en)bohnen

RhWB

stachen·bohnen

Stach(en)-bohnen (s. S.) -xən-, –kə(n)- Saar, SNfrk, Klevld, Düss , Mettm [in Kemp , Klevld auch -āk- ] Pl.: Stangenbohnen.

Stach(en)eisen

RhWB

stache·neisen

Stach(en)-eisen -āxənī:zər (s. S.) uWupp, rip. Sol ; -āk- Gummb-Berghsn , Sol (nfrk.), Mettm n.: schwerer, dicker Eisenstab, mit dem die Löc…

Stach(en)erbsen

RhWB

Stach(en)-erbsen -ākēərtsə MGladb Pl.: Stangenerbsen.

Stach(en)hölzer

RhWB

Stach(en)-hölzer -ākhøltsər Sieg-Bergh , Bo-Beuel , Aach (alle ohne das Simpl. u. südl. der Benr .L. mit -k- ) Pl.: mit Strohlehm umwickelte…

Stach(en)loch

RhWB

stachen·loch

Stach(en)-loch -ākələk Heinsb-Erpen n.: in der Wend.: Der Wend kömmt ut et St. aus Nordost.

Stach(en)rose

RhWB

stachen·rose

Stach(en)-rose -ākrōs (s. S.) Erk-Elmpt , MGladb-Hardt , Kemp-SPeter Süchteln Stdt , Kref-Willich , Geld ; -kə- MGladb-Odenk Kleinenbr f.: G…

Stach(en)stuhl

RhWB

stachen·stuhl

Stach(en)-stuhl -ākəštō:l Malm-Recht (südl. der Benr .-Linie mit -k-, wenn nicht entstellt aus Takenst. ) m.: Großvatersessel im Taken, der …

Stach(en)zaun

RhWB

stachen·zaun

Stach(en)-zaun -āxəntsuŋk uWupp; -ākəntsuŋ Bitb-Weiding ORaden (Simpl. fehlt u. -k- südl. der Benr .-L.) m.: Z. aus aufrecht stehenden Steck…

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APA
Cotta, M. (2026). „stachen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stachen/rhwb?formid=S22638
MLA
Cotta, Marcel. „stachen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stachen/rhwb?formid=S22638. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stachen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stachen/rhwb?formid=S22638.
BibTeX
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