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Stab II

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Stab II

Bd. 8, Sp. 479
Stab II Das Wort ist allg. nur in der aus der Kirchenspr. entlehnten Bed. 1 a; sonst fehlt Rhfrk das Wort völlig (nur sehr selten -āp, Pl. -E- Saarbr-Sulzb); Latte, Rute, Stachen, Staken, Stange, Stecken, Stock, je nach Form u. Anwendung haben auch sonst das Wort meist ersetzt; bes. Nfrk empfindet man das Wort als etwas Fremdes, nur best. Geb. in besonderer Bed. weisen das Wort noch ausser 1 a auf; Rhfrk (1 a) -āb, Pl. -E-; Mosfrk -āf [Trier außer Hochw, Wittl, Bernk, Zell, Koch-Bremm -f; Kobl-Winning -ǫ-], Pl. -E-, –ē-; sonst -āf [Kemp-Stdt --], Pl. -E- u. -E:- [Gummb -ēə-] [-af, Pl. -ę- OAltk, Siegld, Elbf, Sol, uWupp, Rees, Klev]; Demin. bχə, –fχə(n), –ęfkə m.: 1.a. Der Stab des Bischofs, des Schweizers in der Kirche, des Brudermeisters, Vorbeters bei den Prozessionen, aus der Kirchenspr. Allg.; zinter Kloəs (Nikolaus) möt de Bischofsmötsch on der St. Kemp, Allg. Senter Kl. gottshelleger Manne met gene bounte St. e gen Haind rit (reitet) noə Spanje usf. Eup. — b. Spazierstock, Spazeer-, Mortst. (Markt-) Trier-Heidenbg Raling Waldrach, Wittl-Minh, Bernk-Andel Gornhsn Graach Gutenth Haag Lieser Mülh Odert Veldenz Wederarth Wenigr Wintrich, Zell-Briedern, Bitb-Gemünd Koxhsn Stdt Wiersd, Koch u. May doch mehr Stecken; in May-Kollig St. fast ausgestorben, Prüm (u. Stecken), geschlossen in Malm, Daun, Schleid-Baasem Frielingsd Lommersd Üdelhv, Aden, Ahrw, Neuw (-Eχə Dierd); -ęfχn Altk; derber Knüttel Koch-Bremm; im Rip langer Stock, den früher alte Leute gebrauchten. — Im SNfrk nur noch in der Wend.: Me mutt nit wijer (weiter) spröngen, als de St. reckt (reicht) Kemp-Stdt, Grevbr. Auch sonst in RA.: De St. wor verspillt die Sache war mißraten, das Geschäft bankrott Neuw-Elgert. Esu steif bie en St. Neuw-Kurtschd. Se häbben öm de St. an de Dör gesatt ihn ausgewiesen Rees. Wo Fliəs (Fleiss) en Ordenong es, do stecht Gott singe St. dran Aach-Stdt. Et os en Hiwwel (Hügel) Grombern (Kartoffeln) op dem Desch, mer kenn net mot em St. driwwer sprongen Prüm-Ihren. Wilət (welches) es der schwearscht St.? der Bettelstab Bernk-Bruchw. Ne hölzere Schlössel (St. des Moses), e wassere Schlouss (Schloss, Rotes Meer), de Feind wuərd gefange (Ägypter), et Wöld lef (lief) lous (los) (die Israeliten)? Eusk-Mülh. — c. Stange für die Stangenbohnen, Bohnenst. Verbr. WMosfrk geschlossen in Saarbg, an der Mos in Trier-Ld, Wittl-Neuerbg OKail, Bernk, Zell-Enkirch, Bitb-Dahlem Malbg Mettend u. Schleid-Lückerath. Mör as Pöttischdag (Peterstag), da krien mer Böhnen mat de Stef Stangenbohnen Trier-Thomm. — d. Stiel an Geräten, am Besem Besemsst. Saarbg-Wellen; an der Peitsche, Schmeckenst. Sieg-Neunk, Neuw-Rodenb; an der Sense MülhRh, uWupp, Sol, Köln; am Scherrahmen des Webstuhls SNfrk. — e. Holzstab, der sich an den alten Pflügen befand, der meist neben dem Pflug in der Erde steckte, wenn man aufhörte mit Pflügen; er diente dem Pflüger zur Stütze u. zum Wegkratzen anhaftender Erde Wittl-Binsf, Malm. RA.: Wo et wend, do steche mer de St. gesagt, wenn einem nicht viel daran liegt, ob man mit der Arbeit fertig wird Wittl-Binsf. — f. St. im Butterfass mit einer durchlöcherten runden Scheibe am untern Ende, Kirnst. Siegld, Klev-Cranenbg. — g. meist Pl. Geländersäulchen der Treppe, Trappensteəf Gummb-Schwarzenbergisch. — h. Fassdaube Klev. — i. Stäbche Lineal Meis-Hundsb Stdt; Stäb Dür-Müddersh. — k. Stefchen biegsame Gerte Bernk-Merschd. — l. e Stäfche Lakretz Lakritzstange Aach-Stdt. — 2. übertr. a. Stäbchen Stoffmuster Saarbr. — b. Stefcher Pl. verächtl. Finger Bernk-Wehlen. — c. Stäffche, meist in der Verbindung e Schdäffche Jonge eine kleine Anzahl Jungen, die zu allerhand Streichen aufgelegt sind Siegld NSchelden OSchelden Trupb. — d. Stab (in nhd. Lautung), der St. eines Truppenkörpers, wie nhd.
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Cotta, M. (2026). „stabii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stabii/rhwb
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Cotta, Marcel. „stabii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stabii/rhwb. Abgerufen 11. May 2026.
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Cotta, Marcel. „stabii". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stabii/rhwb.
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