Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
sprollen verb.
sprollen , verb. aufschneiden, lügen, in älterer sprache. Schm. 2 2, 702, vgl.: denn er ( ein prediger ) maint, so im iemant ( l. niemant) in der kirchen wider spricht, so stand sein sach wol. wann er aber im weinhaus, auf dem blatz oder im bad darbei wär, so hörte er guot sprollen. Schade sat. u. pasqu. 2, 146, 3 , wozu der herausgeber bemerkt: ' es musz etwa so viel wie unser räsonnieren heiszen ' 335, während Schmidt els. wb. 335 a hier sprollen als acc. ( doch wol plur. ) eines subst. sprolle, spöttische rede faszt. das vorkommen eines derartigen subst. wird durch das folgende wort bewiese…