Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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sprollen, verb. aufschneiden, lügen, in älterer sprache. Schm.2 2, 702, vgl.: denn er (ein prediger) maint, so im iemant (l. niemant) in der kirchen wider spricht, so stand sein sach wol. wann er aber im weinhaus, auf dem blatz oder im bad darbei wär, so hörte er guot sprollen. Schade sat. u. pasqu. 2, 146, 3, wozu der herausgeber bemerkt: 'es musz etwa so viel wie unser räsonnieren heiszen' 335, während Schmidt els. wb. 335a hier sprollen als acc. (doch wol plur.) eines subst. sprolle, spöttische rede faszt. das vorkommen eines derartigen subst. wird durch das folgende wort bewiesen. sprollen heiszt eigentlich wol laut reden, dann aufdringlich, unverschämt reden und ähnliches. vgl. prollen, pröllen oben theil 7, 2164, brollen, bröllen theil 2, 396, wozu sich weiter prahl, m., prahlen, verb. und prall, m., prallen, verb. (s. diese), auch sprall, m. risz Fulda bei Campe zu fügen scheint, so dasz sich eine basis mit der bedeutung 'geräusch' annehmen liesze.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschsprollenverb.
Grimm (DWB, 1854–1961)
sprollen , verb. aufschneiden, lügen, in älterer sprache. Schm. 2 2, 702, vgl.: denn er ( ein prediger ) maint, so im ie…
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Kompositum 2
Sackgasse 1
Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit sprollen
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sprollen‑ als Erstglied (1 von 1)
sprollenmacher
DWB
sprollenmacher , m. lügner, aufschneider. Schmid schwäb. wb. 504 . vgl. das vorige.