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Spree

GWB bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
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7

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Spree

Bd. 18, Sp. 787
Spree, linker Nebenfluß der Havel in der Mark Brandenburg, entspringt bei Ebersbach in der sächsischen Oberlausitz, unweit der böhmischen Grenze, in mehreren Quellen, von denen der Spreeborn in Spreedorf und der Pfarrborn in Gersdorf als Hauptquellen angesehen werden und vom Humboldt-Verein in Zittau eingefaßt worden sind. Der Spreeborn wurde 1896 mit einem Pavillon besetzt, an dem in kunstvoller Ausführung das deutsche, preußische, österreichische und sächsische Wappen sowie die Wappen der Oberlausitz und der Provinz Brandenburg und aller von der S. berührten Städte angebracht wurden. Die S. durchfließt die sächsische Oberlausitz, teilt sich hinter Bautzen in zwei Arme, die bei Hermsdorf und Weißig auf preußisches Gebiet übertreten und bei Spreewitz wieder zusammenfließen. Sie fließt dann an Spremberg und Kottbus vorbei, wendet sich unterhalb letzterer Stadt westlich, teilt sich in viele Arme und bildet den Spreewald (s. d.). Oberhalb Lübben vereinigen sich diese Arme wieder, worauf die S. nach NO. fließt und sich unterhalb Lübben abermals in mehrere Arme teilt, die sich bei Schlepzig wieder vereinigen. Sie wird bei Leibsch schiffbar, bildet den Schwielug- und Müggelsee, durchfließt Berlin und mündet unterhalb Spandau in die Havel. Ihr Lauf hat 365 km Länge, davon sind 176,4 schiffbar. Ihre Hauptzuflüsse sind rechts: die Schwarze Schöps, Malxe, das schiffbare Rüdersdorfer Kalkfließ und die Panke (in Berlin); links: die Berste und die schiffbare Dahme, die wieder mehrere schiffbare Gewässer, darunter die Notte, aufnimmt. Das ganze Flußgebiet der S. beträgt 9470 qkm (172 QM.). Durch den Oder-Spreekanal (s. d.) und den Friedrich Wilhelms- oder Müllroser Kanal ist sie mit der Oder verbunden; außerdem bestehen noch bei Berlin mehrere schiffbare Kanäle, von denen der Teltowkanal die S. mit der Havel bei Potsdam verbindet, der Landwehrkanal Berlin im südlichen Teil durchzieht und der Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal unterhalb Berlin die S. auf der rechten Seite verläßt und zur Havel bei Saatwinkel führt. Vgl. Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Bd. 4: Spreeland etc. (6. Aufl., Berl. 1905); »Beiträge zur Gewässerkunde der märkischen Wasserstraßen. Gebiet der Havel und S.« (das. 1905).
2232 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Spree

    Goethe-Wörterbuch

    Spree [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spree

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Spree , Nebenfluß der Havel, entspringt in der sächs. Oberlausitz an der böhm. Gränze, wird bei Kossenblatt schiffbar, b…

  3. modern
    Dialekt
    Spree

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    PfWB LothWB RhWB RhWB Spree , G e spree , Spreel(e) , Sprehe , Sprejer [ʿSpré m. Heidw. Lutterb. Logelnh. ; f. Wittenh. …

  4. Sprichwörter
    Spree

    Wander (Sprichwörter)

    Spree Spree trinken. ( Berlin. ) Seinen Tod im Wasser, in der Spree suchen. Nach der (1856) in Berlin mehrere hundert ma…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spree

10 Bildungen · 10 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von spree

spren + -e + -e

spree leitet sich vom Lemma spren ab mit Suffixen -e und -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

spree‑ als Erstglied (10 von 10)

Spree-Athen

Meyers

spree·athen

Spree-Athen , als Bezeichnung für Berlin , findet sich (nach Büchmann) zuerst in einem Lobgedicht von Erdmann Wircker auf Friedrich I. (in d…

spreekahn

DWB

spree·kahn

spreekahn , m. bezeichnung eines kahnes, der besonders auf der Spree gebräuchlich ist: kann es etwas anziehenderes geben, als so ein blick ü…

spreeklīk

KöblerMnd

spreeklīk , Adj. Vw.: s. sprēkelīk

spreekosake

DWB

spreekosake , m. scherzhafte bezeichnung der Berliner, mit beziehung auf ihre russischen neigungen: im jahre 50 wurde ich von unsern gegnern…

spreekwoordenboek

DWBQVZ

spreekwoordenboek der nederlandsche taal s. Harrebomée, P. J.

spreeschiffer

DWB

spree·schiffer

spreeschiffer , m. schiffer auf einem Spreekahn ( s. oben ): man sah es dem niedrigen zimmer freilich nicht mehr an, dasz es einmal betrunke…

spreeth

KöblerMnd

spreeth , N. Vw.: s. sprēt

Spreewald

Herder

spree·wald

Spreewald , sumpfiger Bruch in der preuß. Niederlausitz, 7 Ml. lang, 1 1 / 2 Meil. breit, von der Spree in vielen Armen durchflossen, mit Wä…

Spreewasser

Wander

spree·wasser

Spreewasser Er ist mit Spreewasser gedôft. ( Berlin. ) Ein echter Berliner, nicht zu verblüffen, wie man sagt, »gutmüthig und verwegen«, »jo…