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sockel

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
15 in 14 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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20
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19

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sockel m.

Bd. 16, Sp. 1393
sockel, m., eine art schuhwerk; lehnwort aus lat. socculus, zunächst in geistlichen kreisen, wo es die sandalen von leder oder holz der ordensleute bezeichnete (vgl.socculus Du Cange 7, 504c, soculi 507b), von wo es in die italiänische volkssprache als zoccolo in der bedeutung des holzschuhs, holzpantoffels drang; im deutschen ist das wort nur auf südlichem gebiete einigermaszen in der älteren sprache verbreitet gewesen, mit dem plur. sockeln und söckel: patitus (aus mittellat. patinus, calopodium seu lignea crepidula corio pedibus aptata Du Cange 6, 212c) suckel, sockel Dief. 416c; solea pantoffel l. suckel 540c; circumpedes, calcei fratrum minorum sockel 122b; patitus, paticus sockeln, barfuosen schuoch nov. gloss. 282b; geschucht mit sockel. Emser n. test., Marc. 6, 9 mit der glosse: alhie setzt Luther 'sonder geschucht' alleyn darumb, das sockeln ader holtzschuch zu tragen der aposteln tracht nicht vergleicht werden mocht (der griech. text hat ὑποδεδεμένους σανδάλια, got. gaskôhai suljôm, Luther hat nur sunder weren geschucht übersetzt); das wort wird übertragen auf die ziersandalen der bischöflichen amtstracht: (heidnische priester) truegen hauben, so man infel nent, und söckel oder pantofel und pössel, claine subtile stiffelein, wie ietzo die weichpischof antragen, so man sandalia nent kriechisch. Aventin. bair. chron. 1, 108, 15; söckel kostlicher dan unsere bischöff tragen, gebrauchen sy sich für schuoch, mit künstlicher arbeyt gemacht. S. Franck weltb. 188b; auf weltliche frauentracht bezogen: (Judith) legt kleyder an die zu fröuden gehortend, sokolen an jr füsz, armgezierd, spangen, ohrgehenke, ring und was zur zierde dienet. Züricher bibel 1530 615a (induitque sandalia pedibus suis Judith 10, 3); ire sockeln habend jm seine augen verzuckt. ebenda (sandalia rapuerunt oculos ejus. Judith 16, 11d).
1872 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sockelstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    sockel stm. patitus Dfg. 416 c , suckel Voc. 1482. sw. pl. sockeln n. gl. 282 b ; suckel, solea Dfg. 540 c . vgl. Schm. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SockelDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Der Sockel , — s, Mz. — e , ein Absatz an der Mauer, an einem Säulenfuße.

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sockel

    Goethe-Wörterbuch

    Sockel [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sockel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sockel ( Zocke ), der etwas vorspringende Unterbau eines Bauwerkes, der bei einfachen Bauten gar nicht profiliert oder n…

  5. modern
    Dialekt
    Sockel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Sockel [Sòkl Co. Mark. ] m. niedrige Holzverschalung.

  6. Sprichwörter
    Sockel

    Wander (Sprichwörter)

    Sockel Auf schönen Sockel gehört ein schönes Bild. Die Chinesen: Je schöner das Piedestal ist, je schöner soll die Statu…

  7. Spezial
    Sockel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    So|ckel m. (-s,-) 1 (Basis von Säulen, Statuen u. Ä.) socl (-i) m. 2 postamënt (-nc) m. 3 basamënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sockel

10 Bildungen · 7 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von sockel 2 Komponenten

soc+kel

sockel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sockel‑ als Erstglied (7 von 7)

Sockelhöhe

SHW

Sockel-höhe Band 5, Spalte 1059-1060

Sockel II

RhWB

Sockel II -əl [ -- verbr. in Grevbr , MGladb , Erk-Wegbg ] Pl. -ələ, –əln, –əlts, Demin. zkəlχə(n) (usf.) nach dem Nhd. Allg. m.: der S. e…

sockeln I

RhWB

sockeln I -o- = saugen s. suggeln;

sockel als Zweitglied (3 von 3)

Ofe(n)sockel

Idiotikon

Ofe(n)sockel Band 7, Spalte 684 Ofe(n)sockel 7,684

Pfīlersockel

Idiotikon

Pfīlersockel Band 7, Spalte 684 Pfīlersockel 7,684