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Sluffe

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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Sluffe m.f.

Bd. 5, Sp. 100
Sluffe m.f. [verbr.] 1.1. Hausschuh, hinten ausgeschnittener bzw. offener Pantoffel; aus Stoff (bes. Cord) genähter Fußsocken, zum Schonen der Strümpfe in den Holzschuhen (WmWb); Schlappen [Kr. TecklenburgTek Hal]. In Sluffen kǟm’m se an te laup’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Sluffen uttrecken (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh). — Ra.: Ne Muule äs ne Schloffe ein großes Mundwerk (WmWb || ähnl. mehrf.). Dai kann opp’en Sluffen gohn hat es gut (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö). He is uut de Schloffen gaon ist gestorben (WmWb). — 1.2. IdW.: Up Schloff wenn’ unterwegs sein (WmWb). — 2. Schimpfwort. Diu alle Sluffen! (Kr. BürenBür Kr. Büren@EttelnEt). — 2.1. unordentliche, ungepflegte Person, bes. Hausfrau: Ne Schloffe van ne Frou (WmWb). — 2.2. gleichgültige, gutmütige Person, die sich alles gefallen lässt; Mann ohne Durchsetzungsvermögen, der sich gegenüber seiner Ehefrau nicht durchsetzen kann. Ne frommen Schloffen (WmWb). — 2.3. langsame, träge, energielose Person ohne Ehrgeiz. Dat es en Sluffen, jēdes Wōat mau me eäm voäseggen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 2.4. nichtsnutzige (Kr. BürenBür Kr. Büren@EickhoffEi), unzuverlässige Person (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 2.5. beschränkte Person (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — 2.6. Person, die schlurfend dahergeht (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 3. Fastnachtskerl, als Frau verkleidet (WmWb); „weibischer Mann“ (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). — 4. Sloffe Verdichtung des Bodens unterhalb der Höhe, die vom Pflug gelockert wird (Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Ba). ⟨Bed. ‘Pantoffel’: Sluffe f. (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh), Sluffe m. [Kr. WiedenbrückWie Olp], Sluffen m. [Kr. AhausAhs Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. WiedenbrückWie Kr. PaderbornPad die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Kr. IserlohnIsl Kr. BrilonBri Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp]. — Bed. ‘Person mit negativen Eigenschaften’: Sluf m. [Kr. IserlohnIsl Alt], Sluffe [Bri], sonst Sluffen m. — Vokalismus: o [WMünsterl], sonst u⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1389: Schluff; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 11,119: Sluffe f. u. Sluffen m.; HnVwb 3,253: Schluffen. — Vgl.→ ¹Sluppe (unter ¹sluppen). Zus.:→ Hakken~.
1704 Zeichen · 64 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Sluffem.f.

    Westfälisches Wb.

    Sluffe m.f. [verbr.] 1.1. Hausschuh, hinten aus geschnittener bzw. offener Pantoffel; aus Stoff (bes. Cord) genähter Fuß…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sluffe

4 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

sluffe‑ als Erstglied (4 von 4)

sluffelinc

KöblerMhd

sluffelinc , st. M. nhd. taube Beere (?) Q.: BDan (um 1331) (FB sluffelinc) E.: Herkunft ungeklärt?

Slufferīe

WWB

Slufferīe f. a) Unordnung. — b) unordentliche, nachlässige Arbeit ( WmWb ).

slufferig

WWB

sluf·ferig

slufferig Adj. a) nachlässig gehend. — b) unordentlich ( WmWb ).