Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
siochalôn
aegritudo, languor‘. Bildung aus siochalôn und
heit (s. dd.). – siochalônAWB sw.v. II, in Gl. 4,22,18
(1. Hälfte des 9. Jh.s, alem.), in NCat: ‚krank
sein, matt sein; torpere‘ (mhd. siecheln sw.v.
‚kränkeln‘, frühnhd. siecheln sw.v. ‚dss.‘, nhd.
[obs.] siecheln sw.v. ‚dss.‘; ae. sīcelian, sīclian
sw.v. ‚kränkeln‘). Dimin. Verb von sioh (s. d.)
mit Suff. -a/i/ulôn (s. -ilôn). – siohheitAWB f. i-St.,
in NBo, Nps: ‚Krankheit, Schwachheit; aegri-
tudo, infirmitas, morbus‘ (mhd. siechheit, siec-
heit st.f. ‚Krankheit‘, nhd. [veraltet] Siechheit f.
‚Kränklichsein, Krankheit‘; mndd. sêkhêit f.
‚Krankheit‘; frühmndl. siekheit f. ‚Kranksein‘,
mndl. siecheit f. ‚dss.‘). Bildung aus sioh und
heit (s. dd.). – Splett, Ahd. Wb. 1, 820; eKöbler,
Ahd. Wb. s. vv. siohhalheit, siohhalōn, siohheit;
Schützeichel⁷ 282; Starck-Wells 527; Schütz-
eichel, Glossenwortschatz 8, 242.