Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
sîgan
part.prät. gisigan), als Simplex seit dem 9. Jh.
in Gl. (die Komp. anasîgan und gisîgan [s. dd.]
bereits im Abr), bei O, N: ‚sinken, wanken, sich
neigen, sich senken, herabfließen, zu Ende
gehen; curvare, decedere, declinare, devehi,
effluere, evanescere, fluere, inclinare, sidere,
subsistere, vergere, vigere‘ 〈Var.: -en〉. – Mhd.
sîgen st.v. (prät.sg. seic, prät.pl. sigen, part.prät.
gisigen) ‚sich senken, niederfallen, sinken‘,
frühnhd. seigen st.v. ‚tröpfeln, versiegen‘, ält.
nhd. seigen st.v. ‚(herab-)sinken‘ (später sw.v.
durch Vermischung mit dem urspr. Kaus. sei-
gen ‚sinken lassen‘), ält. nhd. dial. bair. seigen
st.v. ‚dss.‘, tirol. seigen, saign (zimbr.) ‚dss.‘.