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Sendbrief

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 10 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
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6
Verweise raus
8

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Sendbrief

Sendbrief

Brief m. ‘persönliches, adressiertes Schriftstück’, ahd. briaf (9. Jh.), mhd. mnl. nl. brief, asächs. mnd. anord. brēf, schwed. brev sowie engl. brief ‘Anweisung, Instruktion’ sind entlehnt aus lat. brevis (libellus) oder spätlat. breve n. ‘kurzes Schreiben, Urkunde’ (6. Jh.), zum Adjektiv lat. brevis ‘kurz, klein’. Vor der Übernahme ins Ahd. muß bereits Längung des -e- eingetreten sein, so daß der Diphthong -ia- entstehen kann. Demgegenüber wird anord. asächs. mnd. und mengl. -ē- bewahrt, in den nord. Sprachen auch das neutrale Genus (nach lat. breve n.). Die älteste Bedeutung ‘Schreiben, Urkunde’ (9. Jh.) bleibt in vielen Verbindungen erhalten: Brief und Siegel (14. Jh.), Bannbrief m. (14. Jh.), Frachtbrief m. (17. Jh.), Freibrief ‘Privileg’ (14. Jh., s. d.), Kaufbrief m. (15. Jh.), Schuldbrief m. (15. Jh.), Steckbrief ‘öffentlich bekanntgemachte Personenbeschreibung eines Flüchtigen’ (16. Jh., s. d.); dazu auch verbriefen Vb., ahd. firbriaven (9. Jh.), mhd. verbrieven ‘urkundlich feststellen’. In den folgenden Wendungen und Zusammensetzungen wird die ältere Bedeutung ‘Urkunde’ durch die (seit dem 12. Jh. bezeugte) heute allein übliche Bedeutung von Brief (zuerst in mhd. sentbrief, nhd. Sendbrief m. ‘an jmdn. bzw. mehrere gerichtetes Schriftstück’, auch ‘Denkschrift’) abgelöst: offener Brief ‘öffentliche Urkunde, Bekanntmachung, Mitteilung’ (13. Jh.), später ein in einer Zeitung abgedrucktes oder als Vervielfältigung versandtes Schriftstück (19. Jh.), Briefkasten m. ‘Urkundentruhe’ (15. Jh.), seit 1824 ‘Postbriefkasten’, Briefträger m., mhd. brieftrager ‘Gerichtsbote, der amtliche Schreiben austrägt’ (14. Jh.), seit dem 18. Jh. ‘Postbriefzusteller’. – brieflich Adj., ahd. briaflīh ‘schriftlich, brieflich’ (10. Jh.), mhd. brievelīchen Adv. Briefwechsel m. bereits Mitte des 16. Jhs. belegt, danach 1644 von Harsdörfer als Verdeutschung von Korrespondenz (s. d.) vorgeschlagen. Briefmarke f. (Mitte 19. Jh.).
1938 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sendbrief

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    sendbrief epistola gl. Mone 8,251.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sêndbrief

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Sêndbrief , des -es, plur. die -e, von dem Zeitworte senden, eigentlich, ein jeder Brief, ein jedes Schreiben, weil …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sendbrief

    Goethe-Wörterbuch

    Sendbrief offener Brief [ betr Kunckels ‘Vollkommene Glasmacherkunst’ ] Den völligen Schluß macht als Anhang ein S. aus …

  4. modern
    Dialekt
    Sendbrief

    Bayerisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Sendbrief Band 3, Spalte 3,357

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sendbrief

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Zerlegung von sendbrief 2 Komponenten

send+brief

sendbrief setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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sendbriefweise

DRW

sendbrief·weise

sendbriefweise, adv. in der Art eines ¹Sendbriefs bdv.: missivsweise also ist vorgesetzt vnderricht gantz vertreülich, missiu, vnd sendbrief…

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Ūfsendbrief

Idiotikon

Ūfsendbrief Band 5, Spalte 481 Ūfsendbrief 5,481