Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
schwüle f.
schwüle , f. drückende, beklemmende hitze ( von schwül abgeleitet, erst der neueren schriftsprache angehörig, aus der Stieger mundart als schwêle für schwle verzeichnet bei Liesenberg 212); die schwühle, ' der schwühle zustand der luft ' Adelung; Campe kennt es schon in übertragener, aber uns ungewöhnlicher anwendung, ' uneigentlich im gemeinen leben zuweilen auch wohl grosze angst: in einer groszen schwüle (schwulität) sein'; im gebrauche folgt das wort dem adj.; im eigentlichen sinne vom zustande der luft: gestern störte die schwül' am schlafe mich. Voss Luise 2, 291 ; scheuet nicht des tag…