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schweinigeln

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schweinigeln

schweinigeln

Schwein n. Der Name des fleischbringenden Nutztieres ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. asächs. aengl. swīn, mnl. swijn, nl. zwijn, engl. (älter, heute noch zoologisch) swine, afries. anord. svīn, schwed. svin, got. swein (germ. *swīna-) ist als Substantivierung einer alten Adjektivableitung vergleichbar mit lat. suīnus ‘vom Schwein’, aslaw. svinъ, russ. svinój (свиной) ‘vom Schwein’, svin’já (свинья) ‘Schwein’. Zugrunde liegt ie. *su̯īno- oder *su̯eino- ‘zum Schwein gehörig’, gebildet mit dem Beschaffenheit und Abstammung ausdrückenden, substantiviert vornehmlich Tierjunge bezeichnenden (s. Füllen, Küken) Suffix ie. -īno-, -eino- (germ. -īna-) zu dem unter Sau (s. d.) gegebenen Ansatz ie. *sūs ‘Schwein, Sau’. Mit anderen n-Suffixen gebildet sind griech. hyēnós (ύηνός) ‘schweinisch, säuisch’ und hýaina (ὕαινα), s. Hyäne. Schwein, ursprünglich Ausdruck für das junge Tier, bezeichnet bereits früh sowohl das Wildschwein als auch das Haustier. Die Wendung Schwein (‘Glück’) haben (Anfang 19. Jh. aus der Studentensprache) wird auf den Brauch zurückgeführt, bei Schützenfesten dem Verlierer ein Schwein als Trostpreis zu überreichen. – Schweinerei f. ‘Unreinlichkeit, Unordentlichkeit, Verwerfliches, Anstößiges’ (17. Jh.); vgl. schweinen Vb. ‘sich wie ein Schwein aufführen’ (17. Jh.). schweinern Adj. ‘aus Schweinefleisch’ (17. Jh.), älter schweinen Adj., mhd. swīnīn, swīnen. schweinisch Adj. ‘unanständig, anstößig’ (18. Jh.); vgl. mhd. swīnisch ‘vom Schwein’. Schwein(e)hund m. Schimpfwort aus der Studentensprache (19. Jh.), eigentlich ‘Hund, der eine Schweineherde treiben hilft oder wilde Schweine jagt’, übertragen ‘unreinlicher Mensch’ (18. Jh.). Schweinigel m. ‘Igel’ (17. Jh.); die Volkszoologie unterscheidet nach der Form der Schnauze Schweinigel und Hundsigel. Als Schimpfwort ‘unanständiger, Obszönitäten erzählender Mensch’, mit volksetymologischer Umdeutung aus Schweinenickel (s. Nickel)? schweinigeln Vb. ‘unflätige Reden führen, sich unanständig benehmen’ (18. Jh.), aus der Studentensprache.
2012 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schweinigelnv., intrs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Х Schweinigeln , v. intrs . Schweinigeleien sagen oder thun, als ein Schweinigel sprechen, handeln. D. Schweinigeln .

  2. modern
    Dialekt
    schweinigelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schweinigeln schw. : ' unanständige, zotige Reden führen ', schweinigele [ PS-Geisbg ], schweinichele [ KU-Schmittw/O ];…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schweinigeln

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schweinigeln 2 Komponenten

schwein+igeln

schweinigeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schweinigeln als Zweitglied (1 von 1)

Beschweinigeln

Wander

Beschweinigeln Sich beschweinigeln. – Frischbier, II, 354. Sich betrinken, unanständig aufführen.

Ableitungen von schweinigeln (2 von 2)

Beschweinigeln

Wander

Beschweinigeln Sich beschweinigeln. – Frischbier, II, 354. Sich betrinken, unanständig aufführen.

verschweinigeln

DWB

verschweinigeln , verb. , ein unsauberer mensch werden, von äuszerer oder innerer unsauberkeit; vgl. schweinigel 4, th. 9, sp. 2448; activ, …

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Cotta, M. (2026). „schweinigeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schweinigeln/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „schweinigeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schweinigeln/pfeifer_etym. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schweinigeln". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schweinigeln/pfeifer_etym.
BibTeX
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