Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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schweflicht, adj., und schwefelicht, schweb(e)licht, ableitung zu schwefel, vgl. schweflig; mhd. swebeleht Lexer handwb. 2, 1346: sulfureus, swebelicht, -echt, schwebelecht, -echtig, -achtig ... sweffelicht, von swebel, swevelin, -eyn, swevelecht, -ich, -achtich Dief. gloss. 565c; nhd. schwebelicht, soulfreux Hulsius 292b; schwefelicht, sulfureo, solforato, solforolo Kramer dict. 2, 706b; schwefelicht, schwefelhaft, adj. sulphureus, sulphuratus, bituminosus Stieler 1965; mit weiterbildung: schwäbelachtig, sulphureus Maaler 364d. — bedeutung, schwefel enthaltend: schweflichte mineralien auf schwefel zu probiren. Jacobsson 4, 95b; schwebelechte kreiden, oder zäh erdtrich, bitumen Dasyp.; denn neben dem zeugnusz grosser leut, gibt tegliche erfarung, das auff schweblichten gengen gerne ertz bricht. Mathes. Sar. 123a; erstlich geschicht solche ('verdorrung der hölzer') von der schwefelichten materie, so sich hin und wieder im erdboden befindet. Döbel 3, 75a; schwefelicht wasser, undae sulphureae Stieler 1965; schweflichtes wasser, aqua sulphurea; ein schweflichter brunn, fons sulphurosus Steinbach 2, 538. — vom schwefel herrührend, auch für schwefelartig, schwefelichter dampf, vapore, esalatione sulfurea Kramer diction. 2, 706b; schwefelichter gestank, mephitis Stieler 1965, odor sulphureus Steinbach 2, 538; dann man einen sonderlichen schwefelichten geruch empfand. Schuppius 219; so auch schwefelichte flamme, die flamme des brennenden schwefels, meist in freierer weise, wegen der ähnlichkeit des geruchs, der farbe; vom blitz, vgl.: seine augen funckelten so grausam vor zorn und ungedult, dasz ihm schwefelichte feuerflammen gleichsam wie der plitz heraus schlugen und seine gantze wohnung erfülleten. Simpl. 2, 129, 5 Kurz; siehst du im bläulichten licht die grinzenden furien nicht? hörst ihre schlangen nicht zischen, die schweflichten blitze nicht gischen, die den rollenden augen entsprühn? Kosegarten rhapsod. 3, 11. vom höllenfeuer (oder fegefeuer): schon naht sich meine stunde, wo ich den schweflichten, qualvollen flammen mich übergeben musz. Shakesp. Hamlet 1, 5. schweflicht scheint auch geradezu für 'feurig' zu stehen: als sant Jo. sahe, daʒ ein engel busunte, do sahe er pferde und die uff den pferden sassen hatten furige pantzer an, die warnd swefeleht und ir heubt als lewen heubter, uss jrme munde ginge daʒ fuer, rauch und swefel. altd. blätter 1, 61 (vgl. schweflig offenb. Joh. 9, 17); nun kommen wir zu .. dem schweblichten regen, so vom himel uber Sodom fiel. Mathesius Sar. 124a; deutlicher im schweflichten glut- und blutschein wird die lenkerin des drachenpaars. Vischer auch einer 2, 408. — schwefelicht, dem schwefel ähnlich, in bezug auf die farbe: ihr angesicht war unter sich gekehrt auf die bethaute flur, wo sie gebückt hier braune veilchen, schweflichte narzissen, dort blaue hyacinthen, und den schnee der zarten mayenblühmchen niedlich pflückte. Götz 3, 12; schweflichtes gewölk, von der gewitterwolke: (er) entdeckt mit kühnem blick des donners furchtbarn sitz im schweflichten gewölk, und überrascht den blitz. Uz 237, 81 Sauer. schweflichter wein, geschwefelter, vinum sulphuratum Stieler 1965. — schweflichte säure sagt Oken 2, 98 für unterschweflige säure.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschschweflichtadj.
Grimm (DWB, 1854–1961)
schweflicht , adj. , und schwefelicht, schweb(e)licht, ableitung zu schwefel, vgl. schweflig; mhd. swebeleht Lexer handw…
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