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Schwanengesang

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schwanengesang

Bd. 3, Sp. 417
Schwanengesang Es ist sein Schwanengesang. – Oec. rur., 485; Eiselein, 561; Braun, I, 4028. Von der letzten Rede jemandes, besonders dem letzten Werk eines Schriftstellers, Redners, Dichters. Von der Meinung der Alten, dass die Schwäne, kurz vor ihrem Tode, wahrhaft bewundernswürdige Töne hören liessen. Selbst die Naturforscher blieben bis in die neuere Zeit hinein über den Schwanengesang im Unklaren. Gewöhnlich fand man die Schwäne stumm und hielt die von den alten Griechen überkommene Ansicht, dass es singende Schwäne gebe, für unbegründet. Von Zeit zu Zeit wurde aber immer wieder aufs bestimmteste behauptet, besonders aus dem Osten und dem höhern Norden, dass man Schwäne habe singen hören, bis es in der Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt wurde, dass es in Europa zwei Arten von Schwänen gebe, die im Bau und der Farbe des Schnabels sehr verschieden sind. Der eine, der stumme Schwan, hat einen rothen Schnabel und einen schwarzen Höcker an der Wurzel desselben; es ist der, welcher in Deutschland auf Teichen und Seen gehalten wird. Dieser kann keinen Ton hervorbringen, welcher mit einem Gesange irgendwie zu vergleichen wäre; er zischt nur, wenn er zornig wird und lässt selten einen schwachen Ton vernehmen. Der andere Schwan dagegen, welcher einen vorn schwarzen, hinten gelben Schnabel hat und im hohen Norden brütet, bringt laute Töne hervor, wie die eines Blaseinstruments. Jeder dieser Singeschwäne ist aber nur zweier Töne mächtig, eines höhern und gleich darauf eines tiefern und schwächern. Wenn mehrere dieser Schwäne zusammen auf einem Teiche sitzen, so pflegen sie miteinander zu wechseln und das Ganze macht dann den Eindruck eines gemeinschaftlichen Gesanges. (Vgl. darüber den ausführlichen Artikel Der Schwanengesang in der Europa, Leipzig 1873, Nr. 51, S. 1630.) Frz.: C'est le chant du cigne. (Kritzinger, 145b.) Holl.: Hij zingt zijn zwanenzang. (Harrebomée, II, 514a.) Lat.: Cygnea cantio. (Philippi, I, 108.) – Dulcia delecta modulatur carmina lingua cantator cygnus funeris ipse sui. (Eiselein, 561.) Schwed.: Han haar gjort sin sidsta swanesång. (Törning, 54.)
2121 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwanengesang

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schwanengesang , des -es, plur. die -gesänge, der angenehme Gesang, welcher den Schwänen in der fabelhaften Naturleh…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schwanengesang

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schwanengesang , s. Schwan .

  3. Sprichwörter
    Schwanengesang

    Wander (Sprichwörter)

    Schwanengesang Es ist sein Schwanengesang. – Oec. rur., 485; Eiselein, 561; Braun, I, 4028. Von der letzten Rede jemande…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwanengesang

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Zerlegung von schwanengesang 3 Komponenten

(schwa+nen)+gesang

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