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schübling

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schübling m.

Bd. 15, Sp. 1821
schübling, m. , zu schieben gehörig, vgl. schiebling oben theil 8, 2674. 11) eine wurstsorte, ahd. scubilinc, gen. -ges, scubelinc, scublinc, scupilunc, scovbelinc vel slocbrâto, inductilis Graff 6, 409. 410, mhd. schübelinc, schubelinc Lexer mhd. handwb. 2, 808, frühneuhochd. schubling, hilla, brotwurst Scherz-Oberlin 1444, schubling, schübling, schübeling, hilla Dief. 277b. nov. gloss. 203b, salsucium 509a, inductilis nov. gloss. 214b. schübling (der), hilla, botulus Maaler 362c, wolgeröucht schübling, hillae infumatae ebenda, auch später noch gebucht: schübling, hilla Dentzler 2, 256b. 1, 330b und in oberdeutschen mundarten bis heute erhalten, meist als bezeichnung einer wurst aus rind- und schweinefleisch Stalder 2, 352. Schm.2 2, 361 (Bodensee). Schöpf 607 (Ober-Innthal), verkürzt schüblig, eine art speckwurst Hunziker 232. Seiler 264a. vgl. oben schübelwurst, wo ein beleg aus Garg. gegeben ist: mancherley trachten werdend von dem schweyn bereitet, bluot oder rooswürst, läberwürst, bratwürst, schübling, sultzen und dergleychen. Forer thierb. (1583) 146a; gersten linsen schübeling, daʒ wag der brütgon ring. liedersaal 3, 408, 348 Laszberg, so klimbt der unders tache und wirfft herab hennen und bachen, schübling und würst. des teufels netz 7290 (lesart). 22) der begriff des hinein- oder zusammenschiebens, der augenscheinlich der vorigen bedeutung zu grunde liegt, tritt auch hervor in dem schweiz. gebrauch im sinne von 'mundpfropf' und als bezeichnung dessen, worauf man zwirn wickelt Stalder 2, 353. 33) als verschlusz vorgeschobenes, verschiebbares, schieber, schiebbrett, schles. schübling, schîblich Weinhold 88a, schüblich: (er) zohe den schüblich für den das zimmer zu erleuchten bestimmten ampel weg. Lohenstein Arm. 2, 47, riegel Adelung (landschaftlich), schiebfenster Frisch 2, 230a. Adelung. Jacobsson 4, 59b. Weinhold 88a. 44) von neugewachsenem, vgl. schieben II, 1, b oben th. 8, 2669, so von zähnen, wahrscheinlich den nach dem abstoszen der ersten erscheinenden, in der form schuffelink: item weist der scheffen, daʒ die von Olmet mit irem rintfehe, als ferre daʒ rint zwene schuffelink in dem munde hait, gehorsam sin, den herren zem Schondorf jars ½ malder euen zo geben, zwei huisbacken broit und einen pennink. weisth. 2, 120, von jungem holz. Colerus bei Frisch 2, 230a. 55) verdächtige person, die an ein anderes gericht, eine zuständige behörde überwiesen, in die heimat, über die grenze befördert wird Schm. 2, 360. vgl. schieben II, 1, f oben th. 8, 2671. 66) auch von den beim pairsschub (s. das unter schub 1, c) ernannten mitgliedern des preuszischen herrenhauses gebraucht.
2685 Zeichen · 52 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schübling

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Schübling , oder Schiebling, des -es, plur. die -e, in einigen Fällen des gemeinen Lebens, ein Ding, welches in oder…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuebling

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Ableitung von schuebling

schueb + -ling

schuebling leitet sich vom Lemma schueb ab mit Suffix -ling.

schuebling als Zweitglied (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schuebling". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schuebling/dwb?formid=S18142
MLA
Cotta, Marcel. „schuebling". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schuebling/dwb?formid=S18142. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schuebling". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schuebling/dwb?formid=S18142.
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