lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Schnipsel

nhd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
2 in 2 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
2
Verweise raus
8

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Schnipsel

Schnipsel

schnip(p), schnip(p)s Interjektion Schallwort für ein kurzes, knipsendes Geräusch mit den Fingern, beim Schneiden mit der Schere (16. Jh.), substantiviert Schnip(p), Schnip(p)s m. ‘schnelle, knispsende Bewegung, schnappender Schnitt mit der Schere, abgeschnittenes Stück, Kleinigkeit, Unbedeutendes’ (16. Jh.), auch ‘kurzer Augenblick’ (in eim Schnips ‘im Nu’, 16. Jh.). Mit lautmalendem Vokalwechsel (Sekundärablaut) schnippschnapp Interjektion Schallnachahmung des wiederholten Schneidens oder Klapperns (15. Jh.), substantiviert mhd. snippensnap m. ‘Schwätzer’, auch scherzhaft für ‘Schneider’ (17. Jh.), und Schnippschnapp(schnurr) n. ein Kartenspiel (18. Jh.). schnippen Vb. (mit sich aneinander reibenden Fingern) ‘eine schnelle, einen hellen, knipsenden Ton hervorrufende Bewegung machen’ (16. Jh.), ‘mit der Schere zuschnappen’ (18. Jh.), md. nd. snippen (auch ‘schwatzen, plaudern, zischeln’, 16. Jh.), nl. snippen, engl. to snip ‘schneiden’, nhd. (obd.) schnipfen ‘in kleine Stücke schneiden, mit einer schnellen Bewegung etw. wegschnappen’. Daneben gleichbedeutend, doch intensivierend schnippern Vb. (17. Jh.), schnip(p)sen Vb. und schnippeln Vb. (beide 18. Jh.). Schnippchen n. ‘schnellende, knipsende Bewegung und das dabei entstehende Geräusch’ (Schnipgin, Anfang 17. Jh.), meist in der Wendung ein Schnippchen schlagen ‘sich lustig machen, einen Streich spielen’ (17. Jh.), Deminutivum zu Schnip(p) m. (s. oben). Schnippel m. n. ‘kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück’ (um 1800), nd. Snippel; intensivierend. Schnipsel m. n. (19. Jh.).
1561 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnipsel

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    schnip(p), schnip(p)s Interjektion Schallwort für ein kurzes, knipsendes Geräusch mit den Fingern, beim Schneiden mit de…

  2. modern
    Dialekt
    Schnipselm.

    Pfälzisches Wb.

    Schnipsel m. : 1. 'sehr kleines Stückchen von etwas (Papier, Stoff, Brot, Holz)', Schnips(e)l (šnibsəl, šnibsl) [LU-Altr…

Verweisungsnetz

8 Knoten, 8 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 6 Sackgasse 1

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnipsel

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitungen von schnipsel (1 von 1)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnipsel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnipsel/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schnipsel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnipsel/pfeifer_etym. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnipsel". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnipsel/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_schnipsel_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schnipsel"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/schnipsel/pfeifer_etym},
  urldate      = {2026-05-16},
}