Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schneckenpost
Schneckenpost
Schnecke f. Name eines sehr langsam kriechenden Weichtieres, von dem viele Arten mit einem Gehäuse ausgestattet sind, ahd. sneggo m. (9. Jh.), mhd. snecke, snegge m. (vgl. obd. Schneck m.), mnd. snigge, snicke f. m., mengl. snegge führen mit intensiver Doppelkonsonanz auf germ. *sneg-, snek-. Daneben stehen mit l-Suffix anord. snigill m., schwed. snigel (aus germ. *snegila-) und ablautend Schnegel m., frühnhd. snegel m., nhd. (mundartlich westmd.) Schnägel, Schnegel m., (omd.) Schniegel m., asächs. snegil m., mnd. snēgel f., aengl. snæg(e)l m., engl. snail (aus germ. *snagila-). Verwandt ist ein in ahd. snahhan ‘schleichen, gleiten’ (9. Jh.; vgl. thuruhsnahhan, 8. Jh.) erhaltenes starkes Verb germ. *snakan ‘kriechen, gleiten’, zu dem im Sinne von ‘Kriecher(in)’ Bezeichnungen für ‘Schlange, Natter’ gehören wie mnd. snāke, nhd. (landschaftlich) 2Schnake f. ‘(Ringel)natter’, aengl. snaca, engl. snake, nl. snaak, anord. (dehnstufig) snākr, schwed. snok. Auch für Schnecke muß daher eine Ausgangsbedeutung ‘der, die Kriechende’ angenommen werden. Außergerm. Verwandte finden sich (bis auf ein zweifelhaftes air. snāigech ‘kriechend’) nicht. Mit beginnendem Nhd. nimmt Schnecke feminines Genus an. Auf die langsame Fortbewegungsart der Schnecke weisen Komposita wie Schneckengang m. (18. Jh.), Schneckenpost f. (17. Jh.); an die Windungen eines Schneckenhauses knüpfen an Schneckenlinie f. (17. Jh.), Schneckenrad n. (18. Jh.).