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schnäppern

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

schnäppern schw.

Bd. 5, Sp. 1238
schnäppern schw.: 1.a. 'mehrmals rasch und ruckartig den Kopf, auf- und abbewegen, mit dem Kinn, den Lippen beben, zittern', schnäppere (šnębərə) [KU-Hundh Kaulb PS-Hintwdth Bliesgau (PfId. 127) Kühn Hamet 134], schnäppre (šnębrə) [GH-Nd'lustdt Lambert Penns 137], schnappere (šnabərə) [RO-Lettw Würzw]; Frauen sch., bes., wenn solche mit schmalen Lippen ihre Lippen rasch bewegen [GH-Schwegh]; vor Zorn, Angst schnäppere [ZW-Battw]; die Lippen beben von verhaltenem Weinen und Stammeln [ZW-Battw]. Der Hannarem (Johann-Adam) schneppert mit em Kopp [Pauline König in: PfRSch. 10. 2. 1927]. RA.: Dem Kind schnäppeʳt 's Bärtche 'Dem Kind zuckt das Kinn, es ist dem Weinen nahe' [KU-Schmittw/O]. De Bort horrem geschnäppeʳt 'Das Kinn hat ihm gezittert, er war dem Weinen nahe' [KU-Schmittw/O]. De Bart schnäppeʳt 'Das Kinn bewegt sich krampfhaft bei beginnendem Weinen' [LU-Neuhf]. — b. 'vor Kälte schnattern und zittern' [ZW-Battw L'wied]. Er hat vor Kält geschnäppeʳt [FR-Albsh]. — c. 'mit dem Kopf nicken, bejahende Bewegung machen, zustimmen' [KU-A'glan Bedb RO-Feilbg KL-Stelzbg Weilb, Thielen 101], 'mit dem Kinn zustimmen' [PS-Geisbg]. Er schnäppeʳt [RO-Messbhf]. — 2. 'beständig reden, schwätzen und dabei Kopf und Kinn ständig auf- und abgehen lassen', schnäppere [KU-O'alb WD-Niedkch ZW-L'wied HB-Kirrbg RO-Dielkch Obd Sippf KL-Weilb PS-Schmalbg SOPf, Ph. Gimmel in: PfMus. Oktober 1920 Kühn Schnitze I 253 Kühn Hamet 134 Müller Dietschw 66 Schandein Ged. 248, Don-Neufutok], schnäppre [GH-Nd'lustdt, Lambert Penns 137], schnappere (šnabərə) [RO-Lettw Würzw]. Von den Kindern sagt man gern: sie schnäbbern [Ph. Gimmel in: PfRSch. 27. 6. 1925]. Ich horch en zu - ich kann's jo doch net wehre, / Un schnabb un schnäbber - un verwisch se doch! [Müller Butterbärwel 24]. Dann schnappt 's un schnäppert rechts un links / Un zieht e sießi Schnud 'Mund'! [Müller Hahnepeter 11]. Sie fangt grad aⁿ ze schnäbb're - / Wann 's der nooch ehrem Wille geht, / Duut 's Mailche b'schdännig bäbb're [Keiler 27]. ...fing bald das Mäulchen an zu schneppern, zu erzählen [L. Reitz in: JKurpf. 1927 44]. Mei Gretche schnebbert still, guckt grooß [Siebenlist 124]. E üwwerzwerger schnafflicher Huschpes, wu numme noch schneppere un gahlere (laut lachen) un d' Rätsch (Klatschgespräch) mit dem Flehpeter hot mache wölle [Zahn Einkehr 274]. — 3. 'wackelig gehen, hinken' [FR-Albsh]; vgl. schnappen. — 4.a. 'wiederholt versuchen, etwas zu erhaschen' [FR-Tiefth]. — b. 'wildern'. Das Knewwelbartsfilppche vum Draweiherhof / Hatt deckmols em Bauwald geschnebbert [Ranssweiler 75]; vgl. schnäppen 3 c. - 5. 'mit dem Finger einen Schießklicker schnellen' [IB-Gersh]; vgl. K. 243 knäupeln. — 6. Ausruf beim Kinderspiel Tenee-ui, schnäppere dennee wui! [HB-Einöd ZW-Ernstw]. — Rhein. VII 1550; Lothr. 457, Els. II 502, Schwäb. V 1030 schnäpperen; Hess.-Nass. III 360 schneppern; DWb. IX 1173 schnappern; Frankf. V 2772 schnappern.
2954 Zeichen · 67 Sätze

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  1. modern
    Dialekt
    schnäppernschw.

    Pfälzisches Wb.

    schnäppern schw. : 1. a. 'mehrmals rasch und ruckartig den Kopf, auf- und abbewegen, mit dem Kinn, den Lippen beben, zit…

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Zerlegung von schnaeppern 3 Komponenten

(sch+naepp)+ern

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APA
Cotta, M. (2026). „schnaeppern". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnaeppern/pfwb?formid=S04216
MLA
Cotta, Marcel. „schnaeppern". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnaeppern/pfwb?formid=S04216. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schnaeppern". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnaeppern/pfwb?formid=S04216.
BibTeX
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