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schnäbeln

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schnäbeln

schnäbeln

Schnabel m. spitzzulaufende Verlängerung des Vogelkiefers, ahd. snabul ‘Schnabel, Rüssel’ (9. Jh.), mhd. snabel, auch ‘langauslaufende Schuhspitze’, mnd. mnl. snāvel ‘Schnabel, Rüssel, Mund’, nl. snavel, daneben (mit altem j-Suffix) mnd. mnl. snebbe, snibbe und (ohne anlautendes s-) mnd. nebbe, nibbe, mnl. nebbe, nl. neb ‘Schnabel, Spitze’, aengl. nebb ‘Nase, Schnabel’, engl. (mundartlich) neb ‘Schnabel, Schnauze’, nib ‘Schnabel, Spitze’, anord. nef ‘Nase, Nasenbein’, schwed. näbb, (mundartlich) näv ‘Schnabel’ sind verwandt mit anord. snafðr ‘begierig’ (Part.adj. zu nicht überliefertem *snefja ‘nachspüren’), isl. snefja, schwed. (mundartlich) snavla ‘begierig an sich reißen’. Auszugehen ist von einer Anlautverbindung germ. sn-, die sich mit nach Qualität und Quantität unterschiedlichem Vokalismus und nachfolgender (teilweise affektisch verschärfter oder expressiv verdoppelter) Konsonanz verbindet (germ. *snaƀ-, *snap-, *snuƀ-, *snup-, *snad-, *snat-, *snud-, *snut-, *snag-, *snak-, *snug-, *snuk- u. dgl.) und eine Gruppe lautmalender Wörter ohne außergerm. Vergleichsmöglichkeiten bildet; vgl. Wissmann Nomina postverbalia 1 (1932) 178 f. und 187 f., de Vries Anord. 521 und de Vries Nl. 662. Es handelt sich dabei vornehmlich um Wörter, die vorragende Kopfteile wie Mund und Nase (Schnabel, Schnauze) sowie damit vergleichbare spitzzulaufende Gegenstände, Geräte und damit vorgenommene Bewegungen (schnappen, schnippen) oder damit verbundene geräuschvolle Handlungen wie das Einholen und Ausstoßen der Luft (schnacken, schnattern, schnauben, schnaufen, schneuzen, schnüffeln, schnupfen) bezeichnen. – schnäbeln Vb. ‘die Schnäbel aneinanderreiben’, spätmhd. snebelen; vgl. ahd. snabulōn ‘mit dem Schnabel durchwühlen’ (11. Jh.); übertragen ‘schwatzen, plaudern, sich küssen’ (16. Jh.). schnabulieren Vb. ‘in Gemütlichkeit etw. Gutes essen’, zuerst schnabelieren ‘mit dem Schnabel picken’ (16. Jh.), scherzhafte Ableitung von Schnabel.
1950 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnäbeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schnäbeln , verb. reg. act. 1) Als ein Reciprocum, da es nur von den Vögeln üblich ist, welche sich schnäbeln, wenn sie …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schnäbeln

    Goethe-Wörterbuch

    schnäbeln übetr iSv affektiert (u fortwährend) Küßchen austauschen; PartPräs da bin ich nun in Leipzig..und kann nicht g…

  3. Sprichwörter
    Schnäbeln

    Wander (Sprichwörter)

    Schnäbeln Gschnäbelt is noch nit buckt.

  4. Spezial
    schnäbeln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    schnä|beln vb.tr. (mit dem Schnabel berühren) fá aicia cun le bech .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnaebeln

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitungen von schnaebeln (1 von 1)

beschnäbeln

DWB

beschnäbeln , rostro tangere, sich beschnäbeln, rostra conferre. man zieht heute vor: sich schnäbeln, ahd. snapalôn.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnaebeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnaebeln/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schnaebeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnaebeln/pfeifer_etym. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnaebeln". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnaebeln/pfeifer_etym.
BibTeX
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