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schlammig

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
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6

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schlammig adj.

Bd. 15, Sp. 432
schlammig, adj. wie das vorhergehende wort. 11) in eigentlicher bedeutung, aus schlamm bestehend, schlamm führend, enthaltend: schlammige wiese, schlammiger weg, schlammiges wasser, schlammiger graben u. ä.; das erstickende einatmen des schlammigen wassers. O. Ludwig (1891) 2, 148; sprach er hett nur die eine nacht auszer seinm hause hingebracht, zum theil dort im kretschmer beim wein, zum theil da im schlammign rinnstein. Hollonius somn. vit. hum. 67 neudruck; und das wasser, das im becken schlammig stockt, eine säule sprang empor es ehedem. Platen 72a; es rinnt der bach, wie schlammig die gestade. Grillparzer 1, 54. 22) in älterer sprache in dem allgemeineren sinne von kotig, schmutzig, auch in freier und bildlicher anwendung: (sie) helt sich reiniglich, unnd jre kleider werth, geht nicht schlammig und beschmutzt daher. Luther tischr. (1568) 313a; er wurde ein bub, und hieng sich an die schlammigsten secke (weibsbilder). 314a; ein narr machet ein ostergelechter, braucht darzu leichtfertiger, schlammiger, unzüchtiger, unvorschempter [] gefehrlicher und lotterbübischer wort. Mathesius Syrach (1586) 1, 142a; jeder kickert auf sie, wo eine solche schlammige dirne gehet. 152a; was ietzt einer ausz seinem kohtigen gauckelsack ans dreckenthal kleibte, kam bald sein nachfar, huob es auff, und leckte seines wuosts etliche pfund, der zehenmal mehr mit schlammiger greuwlichkeit desz vorigen überwande. Kirchhof wendunm. 1, s. 452 Österley; haltens hernach (das bettzeug) alles schlammig und garstig, dasz es von kot und schweis stinket. Roth aller christl. hausmütter abc (Erfurt 1589) Hb; an zerrissenen und zarttlichen kleydern erkennet man ein faules schlammiges weib. Lehmann 2, 55b.
1725 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlammig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schlammig , -er, -ste, adj. et adv. Schlamm enthaltend, Schlammiges Wasser. Ein schlammiger Fluß. Schlammicht würde nur …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schlammig

    Goethe-Wörterbuch

    schlammig a mit Morast gefüllt od bedeckt, voller Schlamm er [ Isegrim ] hatte sich unrein gemacht, da warf man mit Absc…

  3. modern
    Dialekt
    schlammig

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    schlammig Band 9, Spalte 542 schlammig 9,542

  4. Spezial
    schlammig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    schlam|mig adj. da paltan. ▬ schlammig er Grund terac da paltan; schlammig e Mure smöia f. ; boa f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlammig

5 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schlammig

schlamm + -ig

schlammig leitet sich vom Lemma schlamm ab mit Suffix -ig.

schlammig‑ als Erstglied (1 von 1)

schlammigkeit

DWB

schlammig·keit

schlammigkeit , f. zu dem vorhergehenden adj. gebildet: schlammigkeit, spurcities Stieler 1827 ; übertragen ( in neuerer sprache ungebräuchl…

schlammig als Zweitglied (4 von 4)

g(e)schlammig

Idiotikon

g(e)schlammig Band 9, Spalte 542 g(e)schlammig 9,542

giftschlammig

DWB

gift·schlammig

giftschlammig , adj. : eine taube wird sich nicht vor den richtestuhl giftschlammiger kroten stellen Nestroy ges. w. 4, 204 .

grünschlammig

DWB

gruens·chlammig

-schlammig : sein grünschlammiges bett ( vom see ) fürst Pückler-Muskau südöstl. bilders. 3, 398 ;