Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schlaganfall
Schlaganfall
Schlag m. ‘kurze, schnelle Bewegung, Hieb, Unglück, mit einem Aufprall verbundenes Geräusch, durch gleiche oder ähnliche charakteristische Eigenschaften und Merkmale verbundene Gruppe, Art’, ahd. slag (um 800), mhd. slac, asächs. slegi, mnd. mnl. slach, nl. slag, aengl. slege, engl. slay, sley (‘Weberkamm’), anord. slagr, schwed. slag und (mit grammatischem Wechsel von g nach h) got. slahs (germ. *slagi-) sind Abstrakta zu dem unter schlagen (s. d.) behandelten Verb. Schlag entwickelt eine Reihe von speziellen Bedeutungen, z. B. ‘Apoplexie, Schlaganfall’ (bereits mhd.), ‘Blitz, Donner’ (18. Jh.), bergmännisch ‘schlagendes Wetter’ (18. Jh.), ‘den Körper treffender elektrischer Stromstoß’ (18. Jh.), ‘Puls’ (mhd.), ‘die Art, wie die Falten eines Kleides fallen’ (15. Jh.), ‘Gepräge einer Münze’ (15. Jh.), ‘Wagentür’ (18. Jh.), ‘Ackerstück’ (mnd. 14. Jh.). Feste Wendungen: ein Schlag ins Wasser ‘ein Mißerfolg’, mhd. ein slac in daʒ mer, in einen bach u. ä.; Schlag auf Schlag ‘kurz hintereinander, zügig’ (18. Jh.), mhd. slage slags; mit einem Schlage ‘plötzlich, auf einmal’ (um 1800). – schlagartig Adj. ‘schnell, plötzlich’ (19. Jh.). Schlagader f. ‘Arterie’ (16. Jh.). Schlaganfall m. (19. Jh.), Schlagfluß m. (17. Jh.), d. i. ‘plötzlich auftretender (Krankheits)fluß’ (s. Rheumatismus); beide für ‘Apoplexie’.