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schicken III

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schicken III

Bd. 7, Sp. 1088
schicken III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -i-, –e-, sonst -e- [Mos in Trier, Bernk, WBitb WSelfk, MülhRuhr -i-] schw.: 1. in der urspr. Bed., ordnen, zustande bringen; nur noch vereinzelt in übertr. Bed. a. etwas sch., dat scheckt en (er) net verrät er nicht Bitb-Stdt. Dat Molen (Malen u. a.) git em nüs ze sch. macht ihm keine Schwierigkeit Sieg-Ägid. — b. dat scheckt geht gut von der Hand, von statten; dat scheckt dech nit gelingt dir nicht Kemp. — Et scheckt net genügt nicht; die paar Birke scheckte lang net OAltk, Siegld, Waldbr-Lichtenbg, Elbf, Saarl-Leb. — c. absol. aufrücken, Platz machen; wej könne noch en bettjen sch. Erk-OKrüchten, Kemp, Kref, Mörs, Geld, n. einschl. Ruhr (mehr opsch.), Wippf, Neuw-Rodenb. Die Goldammer flötet: Scheck, sch., sch., ech muss ens drissen (scheissen)! Wippf-Bechen. Schickes mich! Ruf beim Klickersp., der es dem Rufer erlaubt, alle Hindernisse auf der Bahn wegzuräumen Neuss. — d. gescheck(t). α. Geschick zu etwas habend; den as dran (drin) g. Bitb, Allg.; jet g. afange Rip, Allg. RA.: He es grad su g. es en höulte Sabel Ruhr. De is so g., de kann in e Bauchbit scheisse ohne Trichter Simm. Wer es g.? scherzh. Antw.: der Bot (Bote) Bernk-Bruchw. — β. g. voll gedrängt voll Saarl-Hüttersd. — E G.ər gewandter Mann; e G.chə eine solche Frau Simm. — Ongescheck(t). α. unbeholfen, dumm; ene o.ə Kerl (Mensch, Esel, Oss, Koh) Allg. RA.: Dat wor o. Flesch! gesagt, wenn einer sich in den Finger schneidet Rip, Allg. Der es o. deck Allg. Klen on deck es o. Dür-Gürzenich. — β. sehr; o. gross, deier (teuer), vill usf. Rhfrk, Mosfrk, Rip, Geld-Kapellen. — e. refl. sich sch. α. mit persönl. Subj. αα. aus dem Wege gehen, Platz machen; scheck dich! Neuw, Altk, Gummb-Schwarzenbergisch Homburgisch, Monsch, Kemp. RA.: Scheckt ink (euch), de Wallefelder kummen! Ruf beim Schlittenfahren, bei Nahen eines Fuhrwerkes. — ββ. sich in etwas (Unabänderliches fügen) eingewöhnen; scheck sech denge Jong en der Lihrstell? bei fremm Löck (Leuten) krig mer net alles, wie mer et gern hät, do moss mer sech sch.; do ös nüs mih ze mache, mer moss sech (dren) sch.; hät se sech nu dann endlich jet gescheck, dat se ihre Mann verloren hät? Rip, Allg. RA.: Do kann ech mech got dren sch.! Antw. auf einen Vorwurf, etwa dass einer mir seine Freundschaft gekündigt habe MGladb, Allg. Scheck mer sich got, hät mer och Mot Schleid. Wämmer sech got scheck, da brängk mer et weck (weit) ebd. W. sech scheck en de Zeck (Zeit), da köt mer w. ebd. Wat muss sin, do scheck dich en! Köln-Stdt. Me mutt sich in de Minsche sch. Mülh-Ruhr. De Minsch muss sich in alles sch. Köln, Allg. Scheck dich en die Welt Allg., mit der Forts. odder mach dich drus! Jül-Linnich. — γγ. sich gut oder schlecht betragen, bes. von Kindern nu mach, datsde dich schecks in der Kerch; nu scheck dich got; er hat sich net (schlecht) gescheckt; schecksch de dich jetzte? zum Kinde, das Hiebe bekam Mosfrk, Allg. RA.: Er scheckt sech (gehorcht nicht, iron.) be Katzefläsch, geht selwer on (in) et Döppe May-Rieden. Er scheckt sich wei e Hond un (an) er Koar (Karre) weil er muss Bernk, Mosfrk, — en de Knitekar (Kreide-) Sol, — en jong Koh en de Kar Dür. Wenn de dich gutt schickscht, krieschte Ostere e Häring un an Pingschte e Osterei! iron. zum Kinde Saarbr-Völkl. Scheck dech wie en Hongk, da kris de och en Steiz (Sterz)! Wermelsk, MGladb. Weə sech net scheckt, deə wörd geschmeckt (gepeitscht)! Heinsb-Wassenbg. E Faulenzer wäss sich immer ze sch. (sich zu betragen, es so einzurichten), dat en sich net brauch ze böcken Trier-Schleidw. Wer (Wammer) sich wäss se sch., braucht (mer) sich nit se bicke Saarbr, Saar, Trier, Bernk. Wie sich äner scheckt, su et änem gleckt (glückt) Mos. — δδ. gedeihen, im Wachstum vorangehen, vom Jungvieh, Pflanzen, seltener von Kindern; de Kalwer sch. sich gut (schlecht) Prüm. — β. mit sachl. Subj. αα. sich ziemen, schicklich sein, meist negat.; dat (et) scheck sech net für dech, su jet ze dohn; dat Lache (Geschwätz) en de Kirch scheck sech (für anständige Löck) net; Schwarz on Wiss (weiss) scheckt sech net zesamme Rip, Allg. — ββ. passen, sich fügen; dat scheckt sech got för mech, datste kömmps; din Komme scheck sech got f. m.; wann et sech sōs (sonst) üch scheckt wenn es euch passt; dat sall (wiərd) sech wahl sch. es wird sich schon fügen, geben; es soll wohl so sein, es ist nicht abzuwenden; dat wiərd sech em sch., dat e alles verliere sall er wird gezwungen sein Rip, Nfrk. RA.: Wat sen sall, dat scheck sech wahl ist Fügung Monsch, Aach. Ek well mi gerne bücken, et sall sich all woll sch. tröstet sich der, dem es schlecht geht Ess. — 2. etwas (einen) sch., senden; jet an enen (no, zo enem) sch.; jet (enen) no N. (einem Orte) für enen sch.; enen no hem sch.; jet met der Bahn sch.; jet (enen) heraf-, herop-, herus-, heronder-, fort-, weg-, metsch.; enem ene Gross (Gruss), Besched, Noricht sch., enen jet holle (zu holen) sch.; her es gescheck wuərde, für dech ze bestelle Rip, Allg. RA.: Mudder, schick Budder; Vadder, sch. Geld, damit dei Suhn kann bestehn uf der Welt! Bitte des Rekruten an die Eltern Simm. User Herrgott scheckt net mih Led (Leid), as wie mer dreht Prüm. De Vatter scheck de Jakob erus, e soll de Berre (Birnen) schödde (schütten); de J. schödd de B. net, de B. wolle net falle, on J. woll net hemgohn; du scheck de V. de Hongk (Hund) erus, e soll de J. bisse usf. Dür. Wa mer Köngder (Kinder) scheck, krit mer K. widder, K.besched Rip, Berg, — op de Mart (Markt) sch., da lüse de Krämer Geld Ahr, Allg. Wo der Düvel net hen wellt (necks usrich, losbrängt), do scheck er en alt Wif (sin Grossmotter, sein Frau) Schleid, Allg., — singe Gesandte Aach. Wenn mer en Ochs sch., krigt mer en O. widder Kobl, Neuw, — en Issel (Esel) ... Saar, Trier, — ennen Ester (Elster) sch., krig men ennen bonten Vogel wiər Rees, Mörs, Eup. Den kann mer allein sch. er ist bei allem vorsichtig u. klug Neuw-Etschd. Den os gut fir nom Duckt (Tod) zu sch., fir den D. ze hollen er hat niemals Eile Prüm, Verbr. Äm ebbes (änen) op den Hals sch. wie nhd. Allg. De scheckt ongere (andere) en't Für in die Gefahr, sich selbst schonend Kemp, Allg. Äne vu Pontius zo (nom) Pilatus sch. Bit, Allg.; en et Möschehömmelke (Spatzenhimmel) schecke Umschreib. f. schlachten in der Kindersprache MGladb-Rheind. — Sch. den Ball zuwerfen; du bes am sch. Waldbr, Allg.; scheck wegger (weiter)! Schleid, Allg. — Abl.: die Scheckerei, dat Geschecks.
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    Rheinisches Wb.

    schicken III das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -i-, –e-, sonst -e- [Mos in Trier , Bernk , WBitb -ø WSelfk, MülhRuhr -i-…

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Cotta, M. (2026). „schickeniii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schickeniii/rhwb?formid=S04641
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Cotta, Marcel. „schickeniii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schickeniii/rhwb?formid=S04641. Abgerufen 15. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schickeniii". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schickeniii/rhwb?formid=S04641.
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