lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Scheuer III

nur Dial. · 1 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
1 in 1 Wb.
Sprachstufen
1 von 16
Verweise rein
4
Verweise raus
3

Eintrag · Rheinisches Wb.

Scheuer III

Bd. 7, Sp. 1074
Scheuer III das Wort, auf schiur(e) zurückgehend, ist allg., u. zwar uNahe šaiər; sonst Nahe (südl. davon -ai-), OOttw, Hunsr. -au-, –ǫu-, –wər, doch vielfach jünger -ęi-; dies -ǫu-Geb. setzt sich als -ǫ·u.- über die uMos von Bernk-Mülh an fort u. geht über Koch-Mörsd Müllenb Kaisersesch, Daun-Strohn als WGrenze in die Eif, das Mayfeld einschliessend, auch hier schon vielfach šę·i.ər; dann rrhn. noch šǫ·u.ər, –wər im Wiedschen Teil von Neuw (aber dem Rhein zu auch -ę·i.-), dann OAltk (Nisterbg Weitef Friedewald) u. an der Sieg (Hamm Baaden Derschen), in Siegld-Wilgersd, im Hickengrd. u. im oberen Hellergeb. bis einschl. Wahlb u. Gilsb ohne Umlaut Schauᵉr, aber im unteren Hellergeb. auch mit Umlaut: Schöuᵉr Wiederst u. Zeppenf; Schǫiᵉr Altenseelb, Struthütten, Neunk u. Salchend; Schäiᵉr Wilden u. Wilnsd; Saargeb. šęiər [im Monophthong.-Geb. šīər]; Siegld šȳər, šīər, Pl. -rn; Mosfrk (ausser dem östl. šǫ·u.ər-Geb.) šę·i.ər, ša·i.jər [Bitb vielfach šę·ə.r, Prüm-Stdt šī·ə.r u. šī:jər; Malm-Aldring šī·ə.r]; im nicht entrundeten Teil des Diphthongierungs-Geb. š·y.ər [in Altk vielfach šjər]; n. davon šȳ:r, šȳ·ə.r [Köln-Stdt š:r; Selfk šȳ·ə.jər, Pl. -jəra u. šȳrə Demin. šȳ·ə.rkə u. šy·r.əkə]; im nicht schärfenden Geb. šȳ(ə)r [Gummb -rə, Remschd, Mettm-Vohwinkel šūr], Dat. Sing. -rə(n) LRip, Berg; Pl. -ərə, –ərn, –rə(n) [Klevld auch -rəs]; Demin. šaiərχə(n), šȳ:rχə(n), šȳ·(ə).kə, –ȳ- (auch šy·r.əkə) f.: 1. Scheune; sie besteht aus der Denn, dem Gedenne (s. Tenne), der Obertenne, dem Raume über der Balkenlage der Tenne, der Schliesse od. Suse (s. d. Wk.), den beiden Seitenabteilungen, der Wäsche (s. d. Wk.); of der Sch. auf der Obertenne Kreuzn-Monzing, Trier, Wittl, Bernk, Kobl, Neuw, Gummb; en zweihärige Sch., Sch., die zwei Besitzer hat Mettm-Neviges; Hus met Stall en Sch. wohl ausgebautes Anwesen; Schopp (Schuppen) on Sch. Allg.; de Erpeln (Kartoffeln) in de Kellder, de Appeln op de Söllder, on de Sch.ən on Balken voll Geld. RA.: De hot en Sch. wie en Beienheip (Bienenkorb), die mech (macht) mer met em Won (Wagen) voll Erwessen voll so klein ist sie Bernk-Merschd. Do es kenn Schürken so voll, of et geiht noch en Gärfken (Garbe) dren Mörs. Besser e klän Haus on en gross Sch. wie emgekehrt Goar. Grute Sch.ən sind baufällig übertr. grosse Menschen sind leicht krank Sol. En grusse Sch. zeigt en reiche Bauer May-Polch. En eidel (leere) Sch. hollert klingt hohl, ein Prahler hat gewöhnlich nichts Trier-Mehring. Hell Chresmess. donkel Sch.ə (gefüllte Sch.); donkel Chr., hell Sch.ə Eusk-Friesh. De Sch. es duət (tot) das Dreschen ist getan Aach. Ke Gorden ohne Quek (Quecke), k. Stuf ohne Drek, k. Sch. ohne Maus, un o. Kreiz k. Haus Trier. Kein Hus o. Mus, k. Sch. o. Korn, k. Rus o. Dorn Köln-Stdt. Wem dat Hus afgebrangkt es, dem brennt auch noch de Sch. af ein Unglück kommt selten allein Sol. In Beldem (Simm-Belth) sin die Nacht zwo Ohre (Ähren), drei Sch.ə abgebrannt scherzh. Simm-Laub. En Sch. kann neist verdrohn (-tragen) wie Hei un Streh Trier-Mehring. De Hüser op Sitt, do küt en Sch.! Vorsicht, wenn einer unbeholfen daherschreitet, dass man die Beine wegziehen muss Bergh-Heppend. En hät Efäll wei en al Sch. sonderbare Einfälle Merz, Allg.; he fällt zosamme wie en al Sch. Dür, Allg. Wenn al Sch.ə brennen, da br. se zo guts von der Liebe älterer Leute WMosfrk, — sin se nit meh ze rette Rhfrk, — git et (es) ken Läsche mih Mos, Rip, Berg, Nfrk, — git et e gruss (got) Für Bergh-Angelsd, Ahrw, Trier, — brenne se lichterloh Nahe; al Sch.ə brenne gut, et best, lech, huh Rip, Nfrk, — se sech los Mos. Bauere hon viel Sch.ə Bernk-Cleinich. Wen et langste left, kreg alles, et Hüs on de Sch. Geld. Du löpps Schopp on Sch. övverhop! zum Stürmischen Heinsb. We de Fröchte (Getreide) te dick sätt (sät), bruckt de Sch. net gruəter te bue Heinsb. Kalt mihen (mähen), def (tief) sieən (säen), broch de Bauer de Sch. net ze hihen (höhen) Prüm-Willwerath. Jedwed Bürche föllt emmer se Sch.che Schleid-Hellenth. Vür de Sch. voll, un hönge (hinten) lossen se se leddig! von der Windbeutelei derer von Eusk-Erp. Dat helft für de Müs, sät der Bur, do stoch he sin Sch. an Jül-Linnich. Der es so domm, dat mer met em Sch.ə enrenne könnt Sieg. Us de Sch. en de Dür die Ernte schnell aufgebraucht Dür-Gürzenich. Hönger al Sch.ə es got schure (schule) eine junge Frau ist bei einem ältern Manne gut aufgehoben Bergh, Dür. Et es so kalt (he) wie en ner alen Sch.ən Berg. Allēn (allein) wie en Katt in de Sch. Mörs-Eyll. Mer moss en de Sch.ən dreschen on derfür ren machen auf den Geschlechtsverkehr bezüglich Wippf-Biesf, — äawer fir de Puərt wanen (wannen) Bitb-Rittersd. En leddige Sch.ə kumme kein Müs Köln, Bergh. Neid krüff (kriecht) nit en l. Sch.ə Köln-Stdt. Zent Ann et Kore en de Sch. of en der Wann (Getreideschwinge) SNfrk. No veer Auer (Uhr) klippert et en alle Sch.ən nach vier Uhr morgens beginnt das Dreschen Daun-Strohn. — 2. übertr. a. sachl. α. on (in) der Sch. Vorraum des Viehstalles Schleid-Oberhsn. — β. Scheierchen Gang beim Fangsteinsp.: Die linke Hand legt die vier Steine auf den Stein, die rechte H. schiebt sie unter die linke H., die wieder gewölbt auf dem St. ruht Prüm-Dahmen. — b. persönl. rEnšę·i.ər ein Kind (auch Erwachsener), das im Dorfe herumrennt u. nicht zu Hause bleiben will Trier.
5341 Zeichen · 176 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. modern
    Dialekt
    Scheuer III

    Rheinisches Wb.

    Scheuer III das Wort, auf schiur(e) zurückgehend, ist allg., u. zwar uNahe šaiər; sonst Nahe (südl. davon -ai- ), OOttw …

Verweisungsnetz

5 Knoten, 7 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit scheueriii

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — scheueriii kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.