Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
schandlappe m.
schandlappe , m. , mnd. schantlappe der streifen im kleide, den gemeine weiber tragen muszten. Schiller - Lübben 4, 45 a ; meist übertragen, jemandem einen schandlappen anhängen ( vgl. schandfleck ) u. ähnl.: hecht yedem ein schandlappen an und schneydt den leuthen ab jr ehr. H. Sachs 1, 303 b ; also der kal mann auch abzug und den schandlappen darvon trug. 4, 2, 109 c ; dasz jm von leuten werd geflucht, und der schandlapp werd angehangen, er sey mit der säw zu schul gangen. 5, 395 b . dann auch von menschen als schimpfwort ( vgl. erstes lappe theil 6, 192 f. ). Woeste 225 a : wer nicht mit gu…