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schäfen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schäfen adj.

Bd. 14, Sp. 2001
schäfen, adj., und schafen, was vom schafe kommt, ovinus, ein besonders im oberd. verbreitetes wort; ahd. scâfîn, scâphîn, scâffîn, schevin, scephen Graff 6, 442; mhd. schæfîn, md. schêfîn, schâfîn Lexer handwb. 2, 633; ovinus schefen, scheffeiner, scheffin, schaeffin, scheeffen, scheuffen, schäfern, schapen. Dief. gloss. 403c, schepen nov. gloss. 275b, nhd. schäffen, das von schaffen ist, ovinus Dasypod., aber noch im voc. von 1618 schäfin Schm. 2, 377; schäfin, schäficht, und verschäfen, ovillus Stieler 1709, niederl. schaepen ovillus Kilian, noch cimbr. schafen cimbr. wb. 226b. häufig mit einem folgenden substantiv zusammengeschrieben. 11) allgemein: schäfen fleisch, schaffleisch; ovine carnes scheffein fleisch Dief. nov. gloss. 275b, schaepen vleesch Kilian; es sol im der vorster geben einen vierdenteil schâffis fleisch. Grimm weisth. 1, 10; auch allein: schäffis, schaafffleisch, pecorina caro Maaler 345a; ein yeder sein fleisch het bsunder schäffen, kelbren, rindren, schweinen. Schmelzl lobspruch 89. schäfiner schlegel, lumbi ovilli sale macerati Stieler 1709; die schweinen schuncken, sonderlich aber die schäfenen schlegel, werden also frisch eingemacht. Hohberg 1, 211a. bair. e schâffens brâ'l schafsbraten, e schâffene schwaes schafsblut Schm. 2, 377; schaepen kaese, caseus ovillus Kilian; da waren semeln auffgelegt, zwey braten hüner, ein schäffen käsz. B. Waldis Esop 4, 66, 35. 22) besonders vom fell, pelz und dem daraus bereiteten leder: ain schæffenʒ vel wirt nümmer guot ze pirmet (pergament). Megenberg 156, 6; und legt eʒ auf ain schæffein vel. 377, 9; bildlich: idoch steckit in der schafinin hiute das wulvine herze. entechr., s. fundgr. 2, 111, 33; schaepen vel, schaeps vel, pellis ovina Kilian; schäfin vel Stieler 1709; nit wie des königs Eumenis zwey hundert tausend bücher ... inn geisz oder schäfin leder ... gebunden. Garg. 275a; sprichwörtlich, mit bezug darauf, dasz schafleder leicht reiszt: ach weh! wir zwen armen verrähter rissen ausz wie das schäffenleder. Ayrer 1607, 1 Keller. daher auch: seine frau, welcher ehre von schwachen schäffen leder zugerichtet, darum sie auch gern auszreiszt. exorcist. 2. 33) aus schafleder gemacht, scaphinis pergaminis Graff a. a. o.; auch in schafleder gekleidet: etliche (mönche) sind gantz wüllin, etliche leinen, etliche schäfin, etliche schweinin. Fischart bienenk. (1588) 29b; schäfen kleid, schäfen schuh, schäfen gürtel u. s. w.: schæfîn kürsen für den vrôst koment uns von Tsechen. Seifried Helbling 3, 234; do waz, da mitte er gurte sich, ein scheiffin reim (riemen) ungegar. Walther v. Rheinau Marienl. 118, 31; dann solch ein heszlich haudermutz, welche sicht wie ein schäfenbutz. Frischlin Susanna 256; [] item ainleft schaffeine decken und ain kitzene. urk. von 1445 in Germ. 16, 76; bildlich, vergl. schafskleid, schafpelz und: der teufel führet zweierley formen und gestalten .. entweder er verstellet sich in eine schlange .. oder in ein schaff, denn er zeuget scheffen peltze an. Luther tischr. 208b; er hiesz wol und war auch ain reisender wolf, gleichwol er mit eim scheffinen klaidt überdeckt war. Zimm. chron. 3, 224, 27; kert euch nicht an jhr (der falschen propheten) schäfenkleid, kunst, gaben und dergleichen. Ringwaldt evang. Bb 5a; hilff herr das alle diener dein, jhrs ampts getrewlich walten ... den wolff beschrein im schäffenkleid. Hh 6b; sie (die falschen propheten) sint iu in anarâtinin scâfînen giwâtin. Otfrid 2, 23, 9. 44) schäfen, wie ein schaf; schäfin, schäficht, verschäfen .. metaph. hebes, tardus, pingvis, simplex, quia oves imbelles et mansvetae sunt. Stieler 1709; einfältig: nu bekennet ir mich doch, mîn herte end mînen sin, dat ich so skapen niet enbin. Heinr. v. Veldeke Eneit 9700; in gutem sinne: die welt ist ein stall voller buben und stinckender böcke. wer da wil schäffin seyn, wird bald gezauset. Hayneccius schulteufel vorr.; das sind aber heuchler, welche sich auswerts fein lämmern und schäfen stellen, inwerts aber sind es gewisz reiszende wolffe. Mathesius catech. 221.
4078 Zeichen · 101 Sätze

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    Neuhochdeutsch
    schäfenadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    schäfen , adj. , und schafen , was vom schafe kommt, ovinus, ein besonders im oberd. verbreitetes wort; ahd. scâfîn, scâ…

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Wortbildung

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5 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

schaefen‑ als Erstglied (4 von 4)

Schäfenfleisch

PfWB

schaefen·fleisch

 Schäfen-fleisch n. : ' Schaffleisch '. a. 1464: Item sie sollen auch farren-fleisch ... geißen und scheffen fleisch ... verkauffen [Zweibr…

schaefen als Zweitglied (1 von 1)

zuckerschäfen

DWB

zucker·schaefen

zuckerschäfen , pl., zuckererbsen Balth. Erhart pflanzenhist. (1753) 1, 225 ; Autenrieth pfälz. id. 156 . —