Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
schöffenbar
schöffenbar, adj.
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die schepenbâre lûde unde der vrîer herren man [haben] den fumften [hereschilt]1224/35 Ssp.(Eckh.) LR. I 3 § 2
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vorsten, vrî herren, schepenbâre lûte, die sîn gelîch in bûte unde in wergelde1224/35 Ssp.(Eckh.) LR. III 45 § 1
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vriheit de is aver drierhande: scepenbare lüde, die der biscope senet süken solen; plechhaften der dumproveste; lantseten der ercepriestere1224/35 (Hs. 1369) SspLR. I 2 § 1 Textarchiv: SspLR. I 2
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de duabus feminis, quarum una est libera, altera ministerialis ... aliam vero, que est ministerialis, permittimus frui ea libertate, que dicitur scepenbar, cum suis pueris1230/40? HHildeshUB. II 145
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homo libere conditionis, quod vulgari scepenbere vocatur1233 WestfUB. IV 1 S. 147
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ab ein frey scheppenbar man eynn weib nympt auff eynn wergelt das elich kint vnnd frey behelt seynes vatern gut vnn erbeum 1300 Weichb.(Thü.) 69
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iczlich cristen man ist phlichtik sint czu suchen drie stunt in dem iare ... in dem bischtum do her inne gesessin ist. vreiheit ist obir drier hande: scheppinbare lute di der bisschove sint suchen sullin, pfaffin der babiste, lantzesin der erczprister1. Hälfte 14. Jh. NeumarktRb. 129
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wer im an sime lehen ... eigen czusait, der mus dy eigenliche gewer erczugen mit sechs fryen schepfenbaren mannen1357/87 MeißenRB.(Oppitz) I 30 Dist. 3
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daer tho [zettinghe] gekoren wurden scheppenbare lude1385 CoesfeldUB. I 85 Faksimile
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zu dem scheppinstule, do er schepphinbar von ist, do mag er sich wol zihn mit sinem eydeEnde 14. Jh. GlWeichb. 330 Faksimile
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eft he were en denstman edder scepenbar edder vry edder eigen edder en vngesundert kint, wente desser iewelk heft sin sunderlike recht1410 SspGl./WSB. 101 (1882) 785
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want der scheffenstoel nyet voel ... is, ind wir suelche wise, verstendige scheffenbaer luede haben enkoenden, die sich des scheffenamptz ... underwynden woelden1443 SiegburgWQ. 89 Faksimile
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des rikes densthman muth nicht ouer den vrygen schepenbaren man tuch syn1518 Wasserschleben,RQ. 109 Faksimile
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semperleute, sendbahre leute, schoͤpfenbahre leute, welche letztere ... das saͤchsische landrecht art. 3 zum fuͤnfften schild rechnet1769 Lennep,LandsiedelR. 51 Faksimile
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die schoͤffen ... wurden ... gewaͤhlt, jedoch nur alte freygebohrne geschlechter, die deswegen schoͤffenbar hießen1785 Fischer,KamPolR. II 196 Faksimile