Eintrag · Althochdeutsches Wörterbuch
sataniklîn st. n.
st. n. — Graff VI,168.
sataniclin: nom. pl. Gl 1,245,16 (Ra).
Verschrieben (?): satanicclin oder satanialin (vgl. Steinm. z. St.): nom. pl. Gl 1,245,16 (K).
kleiner Teufel, übertr. auf einen Menschen: Verbrecher, Spießgeselle (des Satans): satanicclin kinozza scathareo reo (reo ist fälschlich Wiederholung der letzten Silbe von scathareo, vgl. Splett, Stud. S. 360) edho rihhes graueon satellites socii latronum vel regni comites (K; Ra nur sataniclin; nach Splett a. a. O. ist satellites ‘die Begleiter, Spießgesellen’ wohl in Anlehnung an satan(as) mit sataniklîn übersetzt worden; oder hat der Glossator das lat. Lemma in interpretierender Übers. bewußt mit sataniclîn wiedergegeben (?); zu deutenden Wiedergaben vgl. Splett a. a. O. S. 49 f.; zu den Verschr. in der Gl. vgl. ebda. S. 360).