Hauptquelle · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)
Santonīn
Santonīn C 15 H 18 O 3 findet sich (1,5–3 Proz.) im Wurmsamen, den Blütenköpfchen von Artemisia Cinae und wird zum größten Teil in Tschimkent dargestellt. Es bildet farb- und geruchlose Blättchen, schmeckt schwach bitter, löst sich in 5000 Teilen Wasser, in 44 Teilen kaltem, sehr leicht in kochendem Alkohol, schmilzt bei 170° und sublimiert, reagiert neutral, verbindet sich mit Basen, zersetzt Kohlensäuresalze, färbt sich am Lichte gelb, mit alkoholischer Kalilösung vorübergehend rot. Das S. ist ein Lakton, enthält aber auch eine Ketongruppe. Die Lösung in Alkalien enthält Salze der Santoninsä…