lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Säule

nhd. bis Lex. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
3 in 2 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
0
Verweise raus
2

Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Säule

Bd. 5, Sp. 13
Säule und Säulenordnungen. S. heißt in der Baukunst eine frei und senkrecht stehende, runde und nach oben sich etwas verjüngende Stütze, die neben ihrem Hauptzwecke des Tragens hauptsächlich auch als Mittel der Verschönerung dient. Die antike S., wie sie auch die neuere Baukunst wieder in Anwendung bringt, besteht aus 3 wesentlichen Theilen: dem Fuß oder der Basis, d.h. einem ebenen Untersatz mit einem oder mehreren runden Gliedern; dem Schaft, als dem mittlern, längsten und Haupttheil der S.; endlich dem Knauf od. Capitäl. womit die S. sich schließt u. mit dem Gebälk nach oben sich verbindet. Mit dem untern Ende (dem Fuße) steht die S. auf dem Piedestal od. dem S.nstuhl, mit dem obern (dem Knauf) trägt sie den Haupt- od. Unterbalken (Architrav) mit dem Fries und Karnies. Nach der besondern Construction dieser einzelnen Theile erhalten die S.n bestimmte charakteristische Gestalten, worauf sich die verschiedenen S.nordnungen gründen, deren man gewöhnlich fünf unterscheidet: 1) die dorische S.nordnung, durch Kraft und einfache Schönheit charakterisirt, ohne feinere Verzierungen: der Schaft mit 20 flacheren Cannelüren; das Capitäl wulstförmig, der Architrav glatt, der Fries mit Dreischlitzen (Triglyphen) verziert, welche zwei prismatische Vertiefungen (Metopen) auf den Seiten haben. 2) Die jonische Ordnung, schlanker, mit dem Charakter des Leichten, Zierlichen und Anmuthigen; der Schaft mit 24 tiefen Cannelüren; das Capitäl mit 2 Schnecken auf 2 Seiten verziert; der Hauptbalken in 3 Streifen getheilt, der Fries häufig mit Bildhauerarbeit, der Karnies mit kleinen vorspringenden Theilen (Zahnschnitte). 3) Die korinthische Ordnung, vereinigt Pracht u. Anmuth; der Schaft wie bei der jonischen cannelirt; das Capitäl groß mit viereckigem Deckel u. 2 Reihen von sich krümmenden Blättern u. dazwischen liegenden Stielen, außerdem die Schnecken und am Gebälke die Verzierungen der jonischen S. 4) Die toscanische Ordnung, auch rustica genannt, einfach u. stark in ihren Gliedern, mit dickem Schaft. 5) Die römische Ordnung, aus der korinthischen u. jonischen zusammengesetzt, daher auch composita genannt.
2128 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Säule

    Deutsches Rechtswörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Säule, f., (Säul), m., auch f.? I tragender Pfosten, Stütze, Ständer als Teil einer Baulichkeit vgl. Pfost (I) hwersa ma…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säule

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Säule und Säulenordnungen. S. heißt in der Baukunst eine frei und senkrecht stehende, runde und nach oben sich etwas ver…

Verweisungsnetz

4 Knoten, 2 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Kompositum 1 Sackgasse 3

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit säule

16 Bildungen · 5 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

säule‑ als Erstglied (5 von 5)

Säule I

SHW

Säule I Band 5, Spalte 111-112

Säule II

SHW

Säule II Band 5, Spalte 111-112

Säuleinzehnt

DRW

Säuleinzehnt, m. Zehntabgabe von jungen Schweinen vgl. Sauzehnt schwein oder iunger seulichzehendt 1554/61 WürtGQ. I 402

Säulenrecht

DRW

säule·n·recht

Säulenrecht, n. I Prozessordnung für ein Gerichtsverfahren an einer Säule (III) [Übschr.:] seulen recht. wer die seule haben will, der soll …

säule als Zweitglied (11 von 11)

Marksäule

DRW

mark·säule

Marksäule, f. Säule als Grenzzeichen 1490 FürstenbUB. VII 247 Faksimile wo ... von mehrer richtigkait wegen ... ander oder mehr marchseuln .…

Martersäule

DRW

marter·säule

Martersäule, f. Pfahl oder Säule mit einem Kreuzzeichen als Grenzmal oder Wegweiser vgl. Marter (V) so ainer wird gefangen ... in der hofmar…

Scheidsäule

DRW

scheid·säule

Scheidsäule, f. Säule als Grenzmarkierung bdv.: Marksäule vgl. Scheidezeichen (I) als er [keyser Friderich ] ... zur scheidseule auf der sta…

Schnatsäule

DRW

schnat·säule

Schnatsäule, f. eine Grenzmarkierung bdv.: Scheidsäule die becke entlanges eine geschnittene schnaetsaul gefunden, so noch guet, anno 1656 d…

Schreisäule

DRW

schrei·säule

Schreisäule, f. Pranger in Form einer Säule vgl. Schreiat ob zwai weib mit einander kriegten und eine der andern verpotne wort zuesetzet, di…

Staupsäule

DRW

staup·säule

Staupsäule, f. Säule (V), an die ein Delinquent zum Stäupen (I) gestellt wird bdv.: Staupe (I) [welcher dinstbote entlufft, den sall] der he…

Steinsäule

DRW

stein·säule

Steinsäule, f. steinerne Säule; als Grenzmarkierung vgl. Säule (II), Stein (VI) [untergang:] in ein selb gewachsne stainsaul, daran beeder h…

Stocksäule

DRW

stock·säule

Stocksäule, f. Schandsäule, Pranger bdv.: Stock (VI 1) wer der ist, der got schildet ..., dem sol man dy czunge slahen durch ein spiczgen, g…

Torsäule

DRW

tor·säule

Torsäule, f. Säule (I) eines ¹Tores (II od. III); Torpfosten; auch als pars pro toto für das Tor selbst, ua. zur Kennzeichnung der Grundstüc…

Triebsäule

DRW

trieb·säule

Triebsäule, f. Säule (II) als Markierung für den Viehtrieb bdv.: Triebmark tribsaͤulen ..., welche den lengenfeldischen und walhauptischen t…