Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
ruoba²
Gl.: ‚Rübenkohl, Rettich; napus, radix, rapa,
raphanum, rapula, rapulum‘ (Brassica Rapa
L., Raphanus sativus L.) 〈Var.: -ů-, -ue-, -u-;
-p(p)-; -e〉. – Mhd. ruobe, rüebe (md. rûbe,
rûb) sw.f. ‚Rübe‘, nhd. Rübe f. ‚Pflanze mit ei-
ner dickfleischigen Pfahlwurzel (die als Ge-
müse- oder Futterpflanze angebaut wird),
dickfleischige, kegelförmige, rundliche oder
runde Wurzel der Rübe, (salopp) Kopf, (land-
schaftlich salopp) Bursche‘. Die nhd. Form
Rübe basiert auf der md. Lautung; im Obd.
unterbleibt nämlich die Entwicklung des Um-
lauts von uo > üe vor einem nachfolgenden La-
bial (vgl. Paul 2007: § L 50). Spuren der urspr.
geminierten Form ahd. ruop(p)a finden sich
noch in nhd. Dial.: schweiz. rüepen f. ‚Rübe‘,
luxem. ribb f. ‚dss.‘, rheinfrk. rīp, moselfrk.
rē:p, siebenbürg.-sächs. rāip f. ‚dss.‘ (vgl. E.
Karg-Gasterstädt, ZRPh 63 [1943], 176 f. Fn. 1).