Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
ruoba¹
des 8. Jh.s in Gl. und in MH, B, GB, M: ‚Zahl,
Aufzählung; indictio, numerus, summa‘ 〈Var.:
-oa-, -ua-; -p-, -u-〉. Das Wort erscheint auch in
den Fügungen fimffaltiu ruoba ‚Fünfzahl; nu-
merus quinarius‘ (nur bei Splett, Ahd. Wb. 1,
772 gelistet), sibunfalta ruoba ‚Siebenzahl‘
und zwelifinga ruoba ‚Zwölfzahl; numerus
duodenus‘. Das Nebeneinander von -v- und -b-
in den obd. Quellen ist das Resultat der durch
das Vernersche Gesetz bedingten Formen mit
urgerm. *-f- und *-ƀ- (vgl. Schatz 1907: §78;
Schatz 1927: § 170; Barber 1932: 62; Braune-
Heidermanns 2018: § 139 Anm. 5; Schaffner
2001: 403). Zum Subst. gehören noch die sw.v.
II ruobôn ‚zählen‘ und giruobôn ‚aufzählen‘
(s. dd.).