Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Rumba f.
Rumba <span class="gram">f.
Rumba f. (auch m.) aus einem afrokubanischen Volkstanz hervorgegangener, stark rhythmisch betonter moderner Gesellschaftstanz, Übernahme (um 1930) von kubanisch-span. rumba ‘herausfordernder Tanz’, eigentlich ‘lärmendes, ausgelassenes Vergnügen’, zu span. rumbo ‘Strich der Windrose, einzuschlagende Richtung, Kurs’, dann auch ‘Zauberei, Ansehen, Ruhm, Prunk, Prahlerei, herausforderndes Benehmen, lärmendes Treiben’. Diesem liegt wohl (wie span. rombo ‘Rhombus, Steinbutt’) lat. rhombus ‘Kreisel der Zauberer, Zauberrad’, übertragen ‘Steinbutt’, spätlat. auch ‘verschobenes Quadrat, Raute, Rhombus’ zugrunde, dem gleichbed. griech. rhómbos (ῥόμβος), zu griech. rhémbesthai (ῥέμβεσθαι) ‘sich herumtreiben, umherirren, -schweifen’, vorausgeht. Der Vokalwandel zu span. rumbo vollzieht sich wahrscheinlich im Sprachgebrauch der Matrosen unter dem Einfluß eines ihnen geläufigeren seemännischen Ausdrucks germ. Herkunft (zur Wortgruppe von dt. Raum, s. d.; vgl. span. arrumar ‘verstauen, die Ladung verteilen’, port. rumo, mfrz. run ‘Laderaum im Kiel des Schiffes’).