Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Rübsen
Rübsen
Raps m. zum Rübenkohl gehörende Öl- und Futterpflanze mit gelben Blüten und ölhaltige Samen enthaltenden Schoten. Der in dieser Form seit dem 18. Jh. bezeugte Name ist gekürzt aus nordd. Rapsaat (17. Jh.), nd. Rāpsād, (mit Vokalkürzung) Rappsād (wohl aus nl. raapzaad, ostfries. Rāpsād), bzw. aus nordd. Rapsamen (17. Jh.), frühnhd. (md.) rabsamen (um 1500). Dies sind Zusammensetzungen (vielleicht nach dem Vorbild von lat. sēmen rāpīcium ‘Rübensamen’?) mit nl. raap, ostfries. Rāp bzw. frühnhd. rabe, rape (s. Rübe). Daneben tritt im 18. Jh. bei der Verbreitung der Pflanze in Süddeutschland die Form obd. Reps. – Eine ähnliche Kürzung liegt vor im Namen der dem Raps ähnlichen, aber etwas kleineren Kulturpflanze Rübsen m. (1. Hälfte 18. Jh., wo auch Rübs), aus Rübsamen, vgl. ahd. ruobisāmo (9. Jh.), mhd. ruobesāme, frühnhd. rübsamen (um 1500).