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ritto

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

ritto

ritoAWB m. an-St., rittoAWB m. jan-St., seit dem
9. Jh. in Gl. und in NBo und GFa: ‚Fieber,
Schüttelfrost, Altersschwäche; febris, fribu-
lus ? (unklar), veternus‘, in der Verbindung
riten winnan ‚heftig fiebern; febricitare
(mhd. rite, ritte sw.m. ‚Fieber‘, frühnhd. ritt[e]
m. ‚Fieber‘, ält. nhd. ritten m. ‚dss.‘ [bei Ade-
lung]; as. hrido sw.m. ‚Fieber; febris‘ in Gl.
2,581,45 = WaD 95, 19. 586,64 = WaD 100,
28 [beide 10. Jh.], mndd. rēde m. ‚Fieber‘;
frühmndl. rede m. ‚Fieber‘ [a. 1240], mndl.
rede, ree[de], reets[e], redde, ridde m., selten
f. ‚dss.‘). Während ahd. rito, as. hrido usw. ur-
germ. *χriđan- fortsetzen, geht die geminierte
Form ahd. ritto usw. über westgerm. *χriddi̯an
auf urgerm. *χriđi̯an- zurück. Das durch die
westgerm. Kons.gemination entstandene *-dd-
entwickelt sich im Ahd. lautgesetzlich zu
-tt- (vgl. Lühr 1988: 281; Schaffner 2001: 549–
551; Braune-Heidermanns 2018: § 96, 2a).
Zum Krankheitsbild und zu den Belegen
vgl. Höfler 1899: 513; Riecke 2004: 2, 408 f.
Weiteres s. rîdo. – rittaAWB f. -St., Gl. 1,274,13
(in 2 Hss., beide Anfang des 9. Jh.s, alem.
[-frk.]); 2,350,43 (9. Jh., alem.[-frk.]) und Gl.
in St. Mihiel, Ms. 25 (wohl 11. Jh., alem.; vgl.
Thoma 1975: 19; Meineke 1983: 196 Nr.
439 f.): ‚Halm, Getreidehalm; culmus‘. Das
Wort ist wohl ein Verbalabstraktum zu rîdan
(s.d.) und setzt westgerm. *u̯riddi̯ō- < urgerm.
*u̯riđi̯ō- fort (zum seltenen Anlaut wr- im Ahd.
vgl. Schatz 1927: § 87; Braune-Heidermanns
2018: § 106 Anm. 1). Benennungsmotiv ist
die Beweglichkeit eines (Getreide-)Halms.
S. rîdan. – rittersporn*AWB m. an-St., pl., Gl.
3,557,23 (in 2 Hss., 14. Jh., bair.[-obd.], bei 1
Hs. des 14. Jh.s Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt): ‚(Feld-)Rittersporn; flaura‘ (Delphi-
nium consolida L.; vgl. Marzell [1943–79]
2000: 2, 69 f.) (mhd. ritterspor sw.m. ‚Ritter-
sporn‘, nhd. Rittersporn m. ‚in vielen Arten
vorkommende Pflanze, meist mit handförmig
geteilten Blättern und in Rispen wachsenden
blauen, roten oder weißen gespornten Blü-
ten‘; mndd. ridderspōrn, ridderspāren m.
‚(Feld-)Rittersporn‘; mndl. ridderspore m.
‚Rittersporn‘). Das ausl. -n stammt aus den obl.
Kasus (vgl. Paul 2007: § M 10 Anm. 2). Meta-
phorisches Determinativkomp. mit subst. VG
und HG. S. ritari, sporo. – Ahd. Wb. 7, 1095 f.;
Splett, Ahd. Wb. 1, 746. 759. 908; eKöbler, Ahd.
Wb. s. vv. rito, ritta; Schützeichel⁷ 262. 263;
Starck-Wells 489; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 7, 448.
2519 Zeichen · 133 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ritto

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    ritto Gl 3,430,22 s. [h]rito.

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Wortbildung

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2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

ritto‑ als Erstglied (1 von 1)

rittonia

LmL

rittonia -ae Bezeichnung für ein Schlaginstrument — term for a percussion instrument [s.XV] LmL Paul. Paulir. 7, 3, 1 p. 14: Dicitur appulsu…

ritto als Zweitglied (1 von 1)

thritto

AWB

thritto num. ord. , mhd. dritte, drite, nhd. dritte; as. thriddio, mnd. dridde, derde, dörde, drüdde, dredde, mnl. derde; afries. thredda; a…