Rhythmus vereinzelt (in Brief u Tagebuch) ‘Rhytmus’ (zB GWBB7,165,5u14
), auch ‘Rythmus’ (zB GWBB10,215,16
), ‘Rytmus’ GWB7,165,22
; Goethe sieht den Rhythmus allg in der regelmäßigen Abfolge von Ausdehnung/Zusammenziehung bzw Diastole/Systole aller physisch-organischen Naturvorgänge begründet; überwiegende Verwendung im poet-sprachlichen Bereich (Bed 1) durch einen best Wechsel der Hebungen u Senkungen, Tondauer u -pausen strukturierte Bewegungsfolge einer künstlerischen Äußerung (zur Evozierung einer best ästhet Wirkung) 1
als prägendes Merkmal der dichterischen Gestaltung u des Vortrages eines Textes; speziell in Hinblick auf poet Versifikation, Prosodie, Metrik Ich ehre R. wie den Reim, wodurch Poesie erst zur Poesie wird GWB28,73,12 DuW 11 Sprache und R. ..hier ist es, wo unser Dichter seine Meisterschaft auf's höchste bewährt GWB40,278,3 Üb:Voß,Ged [G/Voß dJ] Jeder rhythmische Vortrag wirkt zuerst auf's Gefühl, sodann auf die Einbildungskraft, zuletzt auf den Verstand..Der R. ist bestechend GWB42
2,474,13 Üb:Simrock,Nibelgn Der R. hat etwas Zauberisches, sogar macht er uns glauben, das Erhabene gehöre uns an GWB42
2,139,8 MuR(248) GWB5
1,224 Xen 133(366) [Schiller] GWB27,77,9 DuW 7
uö bezogen auf ein bestimmtes Metrum od Versmaß; auch ‘jambischer, herrlicher, barbarischer R.’ Das Stück [
‘Iphigenie’] ..ist..in poetischer Prosa geschrieben, die sich manchmal in einen jambischen R. verliert GWB30,26,15 ItR Das Stück [
‘Wallensteins Lager’] ist..in kurzen gereimten Versen geschrieben, die..durch R. und Reim uns schnell in jene Zeiten versetzen GWB40,6,11 WeimTheatSaal [
betr JDGries' Übertragung der span Stanzen aus Calderóns ‘Zenobia’] Es wäre ein großer Gewinn, wenn er die ganze Einsiedelsche Vorarbeit..dem herrlichen R. des Originals..näher führen wollte GWBB23,258,24 Knebel 20.1.13 GWB30,252,11 ItR
uö pl, metonym für Verse; auch ‘Rhythmen und Reime’, gelegentl im Bild [
betr geplante Elegie ‘Euphrosyne’ zu Ehren der verstorbenen Schauspielerin Christiane Becker] Liebende haben Thränen und Dichter Rhythmen zu Ehre der Todten GWBB12,345,17 Böttiger 25.10.97 GWB41
2,375,16 WohlgemeinteErwiderg
uö(selten) 2
als Merkmal musikalischer Tonfolgen, ihres Vortrages u ihrer tänzerischen Aufführung; speziell im Hinblick auf die Vertonung von Gedichten, Dramentexten uä; wiederholt ‘musikalischer R.’, einmal ‘angeborener R.’ für die musikalische Anlage, das menschliche Rhythmusgefühl; auch im bildh Vergl [
Menalkas, über den Festzug des ländlichen Chores:] Laß uns eilen, fröhlich schreiten|Zu dem R. der Gesänge! GWB2,35 Idylle 58 Mignon.. ..schlug das Tambourin..indem sie..mit abwechselnden Rhythmen das Pergament bald wider die Knie, bald wider den Kopf schlug GWB22,207,6 Lj V 12 Sobald die Musik den ersten kräftigen Schritt thut um nach außen zu wirken, so regt sie den uns angebornen R. gewaltig auf, Schritt und Tanz, Gesang und Jauchzen.. GWBB42,376,13 Zelter [Ende Juni 27] wie die Pausen eben so gut zum musicalischen R. gehören als die Noten, eben so mag es auch in freundschaftlichen Verhältnissen nicht undienlich seyn, wenn man eine Zeitlang sich wechselseitig mitzutheilen unterläßt GWBB24,175,9 Arnim 22.2.14 K GWB16,513,22 Epimen Bem GWBB35,139,12 Zelter 14.10.21 GWBB45,74,5 Rungenhagen 6.12.28 K
uö → GWB
Balladen- GWB
Kastagnetten- GWB
Eurhythmie Robert Charlier, Michael NiedermeierR.C./M.
N.