Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Retusche
Retusche
retuschieren Vb. ‘nachträglich überarbeiten, nachbessern’, jetzt vor allem in der Photographie ‘ein Lichtbild oder dessen Negativ durch kleine Korrekturen verbessern’ (Ende 19. Jh.), vorher ‘Veränderungen an einem Gemälde, einem Text anbringen’, Entlehnung (2. Hälfte 18. Jh., bis ins späte 19. Jh. retouchieren geschrieben) aus gleichbed. frz. retoucher, eigentlich ‘wieder berühren, erneut in Angriff nehmen’ (afrz. retochier), einer Präfixbildung zu frz. toucher, afrz. tochier (s. tuschen). – Retusche f. ‘Überarbeitung eines Lichtbilds oder seines Negativs zur Verbesserung der Bildqualität’ (2. Hälfte 19. Jh.), ‘nachträgliche Veränderung, Nachbesserung an einem Gemälde’ (1. Hälfte 19. Jh.), nach gleichbed. frz. retouche (zu frz. retoucher, s. oben), zunächst unter Beibehaltung der frz. Schreibung.