Eintrag · Rheinisches Wb.
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reden II das Wort, mhd. rëden entsprechend, ist verbr. (aber neuzeitl. zurückweichend) im Rhfrk, an der Saar bis einschl. Saarl, an der Mos bis Zell, in Wittl, Bitb, Prüm, Malm, Aden-Siebenb rrhn. Westerw (einschl. kurköln. Neuw), Siegld, Waldbr u. zwar Rhfrk ręrə; Ottw -ēd-; Saarbr, Saarl, Mos, Wittl -Ed-; Bitb -ē(ā)d-, –īă- [Dahlem rīdəln]; Prüm, Malm, Aden-Siebenb -ęd-; Neuw rēdə, redə ręrən, ręlən; Altk rēdə; Neitersen -ed-; Bachenbg ręrə; NFischb Hecken Herdrf rErən; Siegld rErn [OFerndorf -ęd-, Part. jəręt]; Waldbr -ęd- Prät. fehlt, Part. st. gərEdə(n), –rErən (usf.), meist aber gərEt schw.: 1. Getreide (Frucht) w., mit einem grösseren Sieb sieben, d. h. die Getreidekörner von dem nach dem Reideln (Regdeln) noch übrig gebliebenen grössern Gegenständen (Halmteilen, Ähren) befreien, also noch weiter oberflächlich reinigen; dann werden durch ein besonderes Sieb (Sift) auch grössere Getreidekörner von kleinern G. oder von kleinern Fremdkörpern gesondert; auch Spreu (Foder) zum Gebrauch von Kurzfutter, Mehl, Sägmehl, Sand oder Kies sieben. RA.: Die se geräden die sind selten, das sind auserlesene Fälle Trier-Mehring. Wat häs de dann do für en schlechte Blus, do ka mer jo Läus dorch r. Altk-Bachenbg; dat Zig (Zeug) es so denn, do ka mer Lis (Läuse) durch r. Siegld-Weidenau. Den alen Dreck göt näs (noch einmal) gereden eine alte, unangenehme Sache wird wieder erneuert Trier-Mehring. Dem singe Verstand ka mer r. esu lang, bie mer well, et küt nüs onnen (unten) erus Waldbr. — Koər (Roggen) enner geräden, enger. (untergesiebt, bei trockenem Boden gesät), Hower (Wäss) ennergeknäden, engekn. (bei nassem Wetter gesät) Saarl, Trier, Bernk, Neuw-Etschd; dat Kor muss mer enräre, de Weiz muss mer enkläne (einschmieren) Goar-Morshsn. — 2.a. rEərn nach u. nach herabfallen, vom Obst Siegld; rE:də rieseln, vom Ausfallen des Samens Dür 1880. — b. gərędənə fol voll hängend, bei Obstbäumen; ons Quetschenbäm hänken g. Bernk-Maring; gərErə- Bernk-Riedenbg; gərędə- Koch-Weiler, Daun-Strohn; gərīdə Kobl-Kaltenengers; gərErə- bis an den Rand voll Siegld. — Abl.: die Räderei, dat Geräd(s).
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Dialektreden II
Rheinisches Wb.
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Cotta, M. (2026). „redenii". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/redenii/rhwb?formid=R02365
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Cotta, Marcel. „redenii". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/redenii/rhwb?formid=R02365. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „redenii". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/redenii/rhwb?formid=R02365.
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