Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
ranka
11. Jh., mfrk.) und Gl. in Wolfenbüttel, Cod.
Guelf. 56. 18 (Hs. Mitte des 9. Jh.s, Zeit des
Gl.eintrags unbekannt): ‚Zaunrübe; vitis alba‘
〈Var.: hr-; -c-〉. – Das Wort ist dann erst wieder
frühneuzeitlich und mit anderer Bed. belegt.
Die etym. Zusammengehörigkeit des ahd. Wor-
tes mit den jüngeren Wortformen ist aber si-
cher, da Krautrüben bis zu 4 m hoch wach-
sende, krautige Kletterpflanzen sind. Frühnhd.
ranke f. ‚Ranke‘, bes. ‚Weinranke‘, nhd. Ranke
f. ‚fadenförmiger, sich um stützende Elemente
windender Pflanzenteil‘. Das Wort begegnet
zunächst ab Ende des 15. Jh.s in rhein. Quellen,
somit in Weinbaugebieten, ist dann ab dem 16.
Jh. aber allgemein verbreitet.