Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
rangeln
rangeln
1Range f. und m. ‘ungebärdiges, äußerst lebhaftes, übermütiges Kind, Wildfang’. Frühnhd. (omd.) und mnd. (heute landschaftlich nur noch vereinzelt) bezeichnet Range f. eine ‘läufige (d. i. in der Brunstzeit hin und her laufende) Sau’, zu jetzt nicht mehr gebräuchlichem rangen, mhd. rangen ‘sich hin und her bewegen, mit Begierde streben’, mnd. (w)rangen ‘ringen, kämpfen’ (s. wringen). Seit Ende des 15. Jhs. als Scheltwort, später abgeschwächt (in Unkenntnis der alten Bedeutung) ‘unbändiger Bube, Schlingel’. – Iterativbildung zu rangen ist rangeln Vb. ‘sich balgen, raufen’, reflexiv auch ‘sich dehnen, herumwälzen’ (18. Jh., vereinzelt bereits mnd. rangelen ‘ringen’) mit den jungen Ableitungen Rangelei, Gerangel (20. Jh.).