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quitinboum

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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

quitinboum

quitinbluoma*AWB, quitinbluomo*bluomo*AWB f. ōn- oder m.
an-St., Gl. 3,561,55 (Hs. 14. Jh., Zeit des Gl.ein-
trags unbekannt, md.-obd.): ‚Quittenblüte; melon
(mndd. quēdenblōme f. ‚Blüte der Quitte‘).
Determinativkomp. mit subst. VG und HG. S.
quitina, bluomo, bluoma. – quitinboumAWB m. a-St.,
seit dem 1. Drittel des 11. Jh.s in Gl.: ‚Quitten-
baum; cideus, cottanus‘ (Cydonia oblonga
Mill.; vgl. Marzell [1943–79] 2000: 1, 1289.
1291) (mhd. quitenboum st.m. ‚Quittenbaum‘,
nhd. Quittenbaum m. ‚zu den Rosengewächsen
zählender Obstbaum mit grünlich bis hellgel-
ben, apfel- oder birnenförmigen aromatischen,
sehr harten Früchten‘; as./mndd. quidinbōm st.m.
‚Quittenbaum; cydeus‘ in Gl. 3,720,27 [2. Hälfte
des 12. Jh.s], mndd. quēdenbōm m. ‚Quitten-
baum, Quittenbusch‘; mndl. quede[n]boom m.
‚dss.‘). Determinativkomp. mit subst. VG und
HG. S. quitina, boum. Vgl. kutinboum. – quitinlat(t)u(h)ha*quitin
lat(t)u(h)ha*AWB
f. ō-St., Gl. 3,568,26 (Hs. 14. Jh.,
Zeit des Gl.eintrags unbekannt, md.-obd.): ‚Huf-
lattich; ungula caballina‘ (Tussilago farfara L.;
vgl. Marzell, a. a. O. 4, 850. 870) (vgl. nhd. mdartl.
quittlätten). Das Benennungsmotiv für die Pflan-
zenbez. ist wahrscheinlich die gelbe Blütenfar-
be des Huflattichs. Weniger wahrscheinlich ist
Marzells, a. a. O. 4, 870 Annahme, dass quitin-
für quirin- verschrieben ist (vgl. gleichbedeu-
tendes Quirinskraut, das entweder nach dem
hl. Quirinus oder nach der Blütezeit des Huf-
lattichs um den Quirinstag [30. März] benannt
ist; Marzell, a. a. O. 4, 865), da neben quiten-
latiche auch eine Form kvtenlatich (s. kutin-
lat[t]uh*) (mit Wandel von qui- zu ku-) existiert.
Determinativkomp. mit subst. VG und HG. S.
quitina, lat(t)u(h)ha. – Ahd. Wb. 7, 621. 624;
Splett, Ahd. Wb. 1, 83. 91. 503. 529; eKöbler, Wb.
d. ahd. Spr. s. vv. kwitinbluomo, kwitinboum, kwi-
tinletihha; Schützeichel⁷ 190; Starck-Wells 470;
Schützeichel, Glossenwortschatz 5, 433 ff.
1986 Zeichen · 105 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    quitinboumst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    quitinboum st. m. , mhd. quiten-, kütenboum, nhd. quittenbaum; mnd. quēdenbôm, mnl. quede(n)boom. Alle Belege im Nom. Si…

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quitin+boum

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Cotta, M. (2026). „quitinboum". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/quitinboum/ewa
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Cotta, Marcel. „quitinboum". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/quitinboum/ewa. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „quitinboum". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/quitinboum/ewa.
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„quitinboum"},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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