Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
quâderstein
(Hs. aus dem 10. und 11. Jh., Zeit der Eintragung
der Gl. unbekannt, obd./bair.) und 3,393,60
(Anfang des 13. Jh.s; [rhein-]frk.): ‚vierecki-
ger Stein, Steinquader; quadrus, tessela‘
〈Var.: -en- (zu -e- für -ei- im KHG vgl. Braune-
Heidermanns 2018: § 44 Anm. 4)〉. Das Komp.
gibt mit Übernahme des KVG mlat. quadrus
lapis ‚viereckiger Stein‘ wieder. – Mhd. quâder-
stein st.m. ‚Quaderstein‘, nhd. Quaderstein m.
‚behauener Steinblock von der Form eines
Quaders‘. Das KVG ist erst seit mhd. Zeit als
Simplex belegt: mhd. quâder st.m./n. ‚Quader-
stein‘, nhd. Quader m./f. ‚behauener Steinblock
von der Form eines Quaders, (Geometrie) von
sechs Rechtecken begrenzter Körper‘. Wie das
neutr. Genus im Mhd. zeigt, setzen diese For-
men teilweise sicherlich auch lat. quadrum n.
‚Viereck, Quadrat‘ fort.