putteln,
pütteln püttern ein rip., berg., sndfrk. Wort (mit einigen Belegen südl.), u. zwar lrhn.
n. einschl. Malm, Schleid, Ahrw bis einschl. Heinsb, Kemp, Kref, Mörs-Veen Hombg, rrhn.
n. einschl. Sieg, Waldbr, Altk (Sieg, Hellert), Siegld bis einschl. Düss, Sol, Lennep, Wippf, u. zwar
pøtələ LRip, Sieg, MGladb, Neuss, Düss [im LRip in Schleid, Eusk, Köln, Bergh, Jül daneben
bø-; nur dieses in Monsch, Eup, Aach, Jül, Dür u. in Geilk, Heinsb (in beiden Krs. auch
pȳətərə), Erk, Grevbr, MGladb (u.
pø-), Neuss (u.
pø-]; Siegld
putəln u.
petərn, –i-, –ø- (
-d-); Altk-Hellert
pødərə; Altk (Sieg)
pøtələ, –tərə; Wildenbg
pitərn; Sieg-Seelschd
-od-; Waldbr [Lüsbg
-ød-; Wildbg
-yt-], Sieg-Fussh, MülhRh, Gummb
pøtərə [Berghsn Gimborn
put-; Kotthsn Marienheide
-ȳət-]; Wippf [Bechen, MülhRh-BGladb
pudəln; Wippf-Stdt auch
pȳət-], Lennep
putərn, –o-, dies auch Sol, uWupp [Sol-Gräfr
-øt-; Düss
-tələ; Düss-Rating
potələ; Erkr
bot-]; Selfk, NErk, SKemp, Kref
pȳətərə; Heinsb-Erpen, NKemp, Mörs-Veen Hombg
-t- [südl. des Geb. May
pøtələ, –e-; Kobl-Rübenach
-it-; u. Kreuzn-Langenth
pudərə, das Vieh
puttərt verschmäht das Futter;
s. uMos bis Bernk
pudələ bei Pudel I;
n. der L.
potərə Dinsl]
schw.: 1. an etwas p., an Weichem mit den Fingerspitzen, –nägeln vorsichtig arbeiten, zupfen, rupfen, abbröckeln,
z. B. an der Wundkruste (Schorf), Brot;
du darfst dech net an der Schwäər p.; de hat an de Weck gepüətert Selfk, Allg.;
de Wieke (Docht)
en winnig herutp. Gummb, Allg.;
an (en) jet herömp. Rip, Allg.; an einem Knoten, einer Drahtschlinge p., bis er (sie) gelöst ist Allg.; in einem Loche, im Ofen (Feuer), in der Tabakpfeife, die keinen rechten Zug hat, in der Nase, in den Ohren, Haaren p., stochern;
de Frauen p. met ehrer Stricknol (-nadel)
in den Horen (op dem Kopp), wann et se do juckt; dat Rühr (Rohr)
mott woll verstoppt sin, häs de ens drin gepöttert? pötter ens ganz dedurch; em Pipenhopp met em Pinnchen (Dröhtchen), Papierfrimmel p., dat de Pipe (Tabakspfeife)
Luft kriet; nömm den Sackduk (Taschentuch),
wenn de in der Nas pöttersch; onger (hinger) dem Schap (Schrank)
p. beim Suchen Gummb, Allg.
; he pöttelte us dem ale Sock (Socke)
unger dem Strühsack em Bett en par Daler erus Köln, Allg.;
du kanns p., wie de wells, du krigs de Knis (Schmutz)
net us dem Uhrwerk erus Eusk-Zülp;
wat leggs du do te p.! mit der Nadel ungeschickt zu hantieren Kemp-Born;
du pöttels su lang, bes et ze Stöcker geht Malm-Hünning. — Scharren, von den Hühnern Waldbr-Wildbg. — Im Essen stochern, das beste heraussuchend, wenig u. langsam essen Selfk, Erk. — 2. übertr. a. leichteste, aber tiftelige Kleinarbeit verrichten, basteln; langsam u. in aller Ruhe arbeiten; wenig, aber gut a.; ohne Ziel, viel Zeit verbrauchend (also lobend u. tadelnd);
(an) jet p.; he pöttelt sech jet zesamme, — jet doröm Rip, Allg. — b. an einem p., ihn aufhetzen Gummb, Wippf. — c. absol. etwas immer wieder in Anregung bringen, mit derselben Sache, mit denselben Bitten, Vorwürfen wieder kommen;
he hält sech emmer am p. Siegld;
potərn knurrig sein Mettm-Cronenbg. — Abl.:
die Pöttel(er)ei, dat Gepöttel(s), der Pötteler.