Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
programmieren
programmieren
Programm n. ‘(Reihen)folge, Gesamtheit von Veranstaltungen, Darbietungen, Verzeichnis der Darbietungen und Darsteller, Darlegung der Absichten und Grundsätze einer Partei, Regierung, Plan, Vorhaben’, Entlehnung (um 1700) aus lat. programma n., griech. prógramma (πρόγραμμα) ‘öffentlicher Anschlag, Tagesordnung’, anfangs in griech.-lat. Form Programma mit der Bedeutung ‘öffentliche Bekanntmachung, öffentliche Einladungsschrift’ (eingedeutschtes Programm um 1800). Zugrunde liegt das Verb griech. prográphein (προγράφειν) ‘vor-, voranschreiben, durch öffentlichen Anschlag im voraus anzeigen, bekanntmachen’; s. -gramm. In der Kybernetik ‘eindeutige Anweisung an einen Rechenautomaten zur Lösung bestimmter Aufgaben, Probleme, zeitliche Aufeinanderfolge von Schaltvorgängen automatisch arbeitender Apparate, Maschinen’ (Mitte 20. Jh.). – programmatisch Adj. ‘einem Programm, Grundsatz entsprechend, richtungweisend, zielsetzend’ (19. Jh.). programmieren Vb. ‘ein Programm für einen Rechenautomaten aufstellen’, nach amerik.-engl. to program; dazu Programmierer m. (beide Mitte 20. Jh.).