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Postulation

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Postulation

Postulation, Postulatie, f.

I Benennung eines durch das kanonische Recht eigentlich nicht zugelassenen Bewerbers für ein hohes Kirchenamt, die durch die wahlberechtigten Kanoniker erfolgt
Sachhinweis: Zedler 28 S. 1829ff.
  • eest dat die van der collegien die electie oft postulacie innoveren, naedat zij gecasseert is, die nyeuwicheyt en doogh nyet
    1496 CoutBrab. II 2 S. 138 Textarchiv: CoutBrab. II 2 S. 138
  • men en mach nyet teffens eenen kiesen ende postuleren, mair die elegent oft postulant moet aennemen den eenen wech van tween, oft van electien oft van postulacien, tenwaire oft men proeffelijcken twijfel hadde, weder die persoen eligibel oft postulabel waire
    1496 CoutBrab. II 2 S. 139 Textarchiv: CoutBrab. II 2 S. 139
  • es ist also eine postulation nichts anders, als ein instaͤndiges ansuchen des gantzen capitels, denjenigen aus gnaden und geschehener dispensation zu dem erledigten bißthum zu lassen, welcher ausser diesem, wegen des ihme anhaͤngenden fehlers, das bischoͤffliche amt nicht annehmen kann
    1741 Zedler 28 Sp. 1829 Faksimile
  • wenn ein candidat, welcher nur postulirt werden kann, mit einem völlig wahlfähigen zusammen kommt: so kann die postulation des ersten nur alsdann erfolgen, wenn er mehr als zwey drittel sämmtlicher wahlstimmen für sich hat
    1794 PreußALR. II 11 § 988
  • die rechte des papstes nach diesen konkordaten sind ... [Vergabe der] pfründen, die durch versetzung und entsetzung erledigt werden, wenn dieselben nur durch päpstliche autorität geschehen, nicht wenn er nur die postulation zuläßt
    um 1795 StaatsRHeilRömR. 60
II Vertretung vor Gericht
  • alle priesteren ende clercken die in sacris zijn, oft andere die gepromoveert zijn totten cleynsten oerdenen, als zijn subdyaconen, dyaconen ende accoliten, alsoeverre als zij gesustenteert wordden met kerckelijcken beneficien, mogen van advocacien ende postulatien wordden gerepelleert
    1496 CoutBrab. II 2 S. 65 Textarchiv: CoutBrab. II 2 S. 65

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    pôstulâtiônf.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    +° pôstulâtiôn , f. : Einsetzung, Wahl eines geistl. Würdenträgers entgegen den Vorschriften des kanonischen Rechts (Old…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    PostulationF.

    Dt. Etym. Rechtswb. (Köbler) · +2 Parallelbelege

    Postulation, F., ›Verlangen, Fordern‹, s. postulieren

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit postulation

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Zerlegung von postulation 2 Komponenten

postulat+ion

postulation setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

postulation‑ als Erstglied (2 von 2)

Postulationrecht

DRW

postulation·recht

Postulationrecht, n. Recht des Wahlvorschlags, der Postulation (I) [daß dem] capitul [von Halberstadt] keine wahl oder postulation-recht noc…